Das 50-jährige Jubiläum zeigt eindrucksvoll, dass Kontinuität zum Markenkern von CGI gehört. Kontinuität ist gleichzeitig das, was Hartmut Manzkes Karriereweg auszeichnet: 1999 kam er ins Unternehmen und ist seitdem geblieben. Die lange Betriebszugehörigkeit ist bei CGI keine Seltenheit: Einige der Kolleginnen und Kollegen kennt Hartmut schon seit seiner Einstellung. Im Interview erzählt er, was ihn so lange gehalten hat – und wie er CGI als Betriebsrat selbst mitgestaltet.

Hallo Hartmut, du bist heute ein erfahrener SAP-Experte. Wie verlief dein Weg dorthin?

Eigentlich habe ich Bauingenieurwesen studiert, noch zu Zeiten der DDR. Doch 1987 schenkte mir ein West-Verwandter meinen ersten C64. Sehr schnell war für mich klar: Dieses Hobby möchte ich zu meinem Beruf machen! Nach dem Studium habe ich mich im IT-Bereich eines großen Stahlwerks beworben – und konnte als Quereinsteiger anfangen.

„Die Unternehmenskultur hat mir von Anfang an gefallen.“

Wie bist du vom Stahlwerk in die IT-Beratung gekommen?

Nach der Wende gab es große Entlassungswellen, auch bei uns im Stahlwerk. Unser IT-Bereich gründete sich aus und wurde von einer kleinen Schweizer Firma gekauft. Von dort wechselte ich dann noch einmal in eine andere IT-Beratung.

Da habe ich begonnen, mich intensiv mit SAP zu beschäftigen, damals noch im HR-Bereich. Ich habe einen großen Teil des SAP-HR-Moduls abgedeckt – von der Personalplanung über die Reisekostenabrechnung bis zur Zeitwirtschaft.

1999 bin ich schließlich zur Integrata gewechselt, einer Vorgängerfirma von CGI. Thematisch änderte sich erst einmal wenig, da ich für denselben Kunden weitergearbeitet habe. Aber die Unternehmenskultur hat mir von Anfang an gefallen – und das ist auch heute noch so, mehr als ein Vierteljahrhundert später.

„Ich bringe seit vielen Jahren meine Ideen ein.“

Wie hast du dich fachlich weiterentwickelt?

2008 bin ich in einen anderen SAP-Bereich gewechselt: die elektronische Aktenverwaltung. Seitdem betreue ich die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Sie betreibt in Deutschland 39 Wasser- und Schifffahrtsämter, die sowohl für gewerbliche als auch für private Kunden zuständig sind – zum Beispiel, wenn man eine Genehmigung für einen Steg benötigt.

Du bist seit vielen Jahren in diesem Projekt. Was reizt dich noch immer daran?

Für mich ist und bleibt dieses Projekt hochspannend. Interessant ist für mich immer: Wie kann man bestimmte Arbeitsschritte der Sachbearbeiter ergonomisch gut lösen und sie so führen, dass sie praktisch nichts falsch machen und es intuitiv bedienen können?

Ich bringe seit vielen Jahren meine Ideen ein und habe einiges an Entwicklungsarbeit investiert – deshalb hänge ich sehr daran. Ich persönlich mag es auch, etwas Beständiges zu haben. Zudem hatte ich gleichzeitig immer wieder andere, kleinere Projekte.

Du bist außerdem seit 25 Jahren der Vorsitzende des Berliner Betriebsrats. Warum ist dir diese Aufgabe wichtig?

Der Betriebsrat trägt maßgeblich zur Sicherung des Betriebsfriedens bei. Er sorgt dafür, dass es faire Regelungen für die Belegschaft gibt und alle möglichst gleiche Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten haben. In den letzten Jahren konnten einige wichtige Betriebsvereinbarungen abgeschlossen werden – unter anderem in den Bereichen Karriereplanung, Gehaltssystematik, Arbeitszeit und Arbeitsgestaltung.

Dazu gehört das sogenannte Hybrid-Work-Modell, das eine bessere Vereinbarkeit von Job und Privatleben ermöglicht. Besonders hilfreich ist es für die Mitarbeitenden, die Kinder betreuen oder Eltern pflegen – aber auch für Menschen, die einen sehr weiten Anfahrtsweg zum Büro haben, wie mich zum Beispiel.

„Ich fühle mich hier seit Jahrzehnten wohl.“

Was sind aus deiner Sicht weitere Vorteile von CGI?

Dass man bei uns immer die Möglichkeit hat, das Projekt zu wechseln oder fachlich neue Wege zu gehen. Darüber hinaus kann man zwischen einer administrativen und einer fachlichen Karriere wählen – also ob man Führungsverantwortung übernehmen oder sich auf sein Fachthema konzentrieren möchte.

Einen großen Vorteil sehe ich auch darin, dass man die Wahl zwischen vielen verschiedenen Standorten hat. Man muss sich keinen neuen Arbeitgeber suchen, wenn sich der Lebensmittelpunkt ändert. Man kann einfach bei CGI bleiben.

Was ist dein Fazit nach über einem Vierteljahrhundert bei CGI?

Ich fühle mich hier seit Jahrzehnten wohl und konnte mich immer weiterentwickeln. Und so wie mir geht es vielen! Einige kenne ich bereits seit meiner Einstellung. Das Klima unter den Mitarbeitenden ist richtig gut. Das merken auch alle, die neu dazukommen – und direkt mit einem „Du“ begrüßt werden.

Danke für die interessanten Einblicke, Hartmut! Wir wünschen dir weiterhin viel Freude und Erfolg.