Technologische Souveränität bedeutet, sich die Entscheidungsfreiheit zu bewahren, kritische Bereiche gezielt zu steuern und den Wechsel zu anderen Lösungen zu ermöglichen.

Flexibilität erhalten

Modulare Anwendungen, standardisierte Schnittstellen und portable Architekturen vereinfachen Anpassungen und die Weiterentwicklung Ihrer IT.

Kontrolle sichern

Wo Daten liegen, wer darauf zugreifen kann und wer die zentralen Systeme betreibt, bestimmt maßgeblich, wie viel Kontrolle Sie über Ihre IT haben.

Systeme offen gestalten

Interoperabilität, offene Standards und Open Source reduzieren Abhängigkeiten und erleichtern den Wechsel zwischen Technologien und Anbietern.

Wie viel Souveränität ein Business Service benötigt, hängt davon ab, wie kritisch er ist und welche Risiken damit verbunden sind. 

Wie flexibel können Sie technologische Entscheidungen treffen?

Technologische Flexibilität bedeutet, Anwendungen weiterentwickeln und einzelne Technologien mit vertretbarem Aufwand austauschen zu können. Starke Bindungen an bestimmte Lösungen oder Anbieter erschweren spätere Veränderungen. Modulare Architekturen und austauschbare Komponenten helfen Ihnen, Ihre Handlungsspielräume zu erhalten.

Wie souverän können Sie mit Ihren Daten umgehen?

Datensouveränität bedeutet, steuern zu können, wo Daten gespeichert und verarbeitet werden, wer darauf zugreifen kann und welchem Rechtsraum sie unterliegen. Besonders bei internationalen Cloud-Anbietern sollten Sie prüfen, welche rechtlichen Zugriffsmöglichkeiten auf Ihre Daten bestehen.

Wie leicht können Sie Daten und Anwendungen übertragen oder einen Cloud-Anbieter wechseln?

Die Portabilität von Daten und Anwendungen hängt von den technischen, finanziellen und organisatorischen Voraussetzungen ab. Je geringer die damit verbundenen Hürden sind, desto größer bleiben Ihre Wahlmöglichkeiten. Eine frühzeitig geplante Cloud-Exit-Strategie zeigt, welche Schritte für einen Wechsel notwendig sind und mit welchem Zeit- und Kostenaufwand Sie rechnen müssen.

Wo bestehen weitere kritische Abhängigkeiten?

Kritische Abhängigkeiten können auch bei Anwendungen, Plattformen, Schnittstellen, Identitätsdiensten, Lieferanten oder spezialisiertem Know-how entstehen. Das ist etwa der Fall, wenn kritische Systeme sich nur von bestimmten Dienstleistern oder Spezialisten betreiben lassen. Solche Abhängigkeiten können Ihre Handlungsmöglichkeiten ebenso einschränken wie eine technische Bindung an einen Anbieter.

 

Woman with laptop in large data center
IT-Mitarbeiter überwachen digitale Systeme und Anwendungen in einem Kontrollraum

Artikel

Digitale Souveränität als unternehmerische Aufgabe

Technologieentscheidungen wirken weit über die IT hinaus. Sie beeinflussen Geschäftsprozesse, Kosten und strategische Optionen – und damit zentrale unternehmerische Entscheidungen.

Mehr erfahren

Wie Unternehmen ihre IT skalieren, ohne sich langfristig festzulegen, Daten kontrolliert nutzen und ihre IT sicher steuern, zeigen Beispiele aus unserer Arbeit mit Kunden und Partnern.

Gemeinsam bewerten wir, welche Abhängigkeiten für Ihr Geschäft relevant sind und welche Risiken damit verbunden sind. Daraus leiten wir Ihren Souveränitätsbedarf und ein passendes Zielbild für Architektur, Technologien und Betrieb ab.

 

Grafik: Prozess vom kritischen Geschäftsservice über Abhängigkeiten und Risiko zum Souveränitätsbedarf und Zielbild

IT modernisieren und Spielräume erweitern

Eine gezielte Modernisierung schafft neue Optionen für Ihre IT und hilft, bestehende Einschränkungen zu überwinden. Wir analysieren Ihre Systeme, identifizieren den Handlungsbedarf und leiten daraus Maßnahmen ab, die zu Ihren geschäftlichen und technischen Zielen passen. So entsteht eine klare Roadmap für die nächsten Schritte.

Daten selbstbestimmt nutzen

Bei geschäftskritischen Daten kommt es darauf an, die Nutzung und den Zugriff gezielt steuern zu können. Wir unterstützen Sie dabei, den Umgang mit Ihren Daten so zu gestalten, dass Sie die erforderliche Kontrolle behalten und Ihre Anforderungen an Sicherheit und Souveränität erfüllen. Dabei betrachten wir technische und organisatorische Rahmenbedingungen ebenso wie die Frage, welche Vorgaben für Ihre Daten und deren Nutzung relevant sind.

Cloud und Infrastruktur sinnvoll auswählen

Je kritischer Anwendungen und Daten sind, desto wichtiger ist ein Cloud-Modell, das die erforderliche Kontrolle bietet. Wir bewerten, welche Umgebung zu Ihrem Schutzbedarf passt – von Public und Private Cloud über Hybrid- und Multi-Cloud bis zur Sovereign Cloud. Dabei berücksichtigen wir den Verarbeitungsort, den Rechtsraum, die administrativen Zugriffe und die Betriebsverantwortung und prüfen, wo der Einsatz eines europäischen Anbieters sinnvoll ist.

Zu unseren Cloud-Lösungen für die öffentliche Verwaltung

Cloud Exit und Portabilität früh einplanen

Ein Anbieterwechsel sollte nicht erst dann geplant werden, wenn er notwendig wird. Wir helfen Ihnen, Cloud Exit und Portabilität frühzeitig mitzudenken und die technischen Voraussetzungen, Verträge, Verantwortlichkeiten sowie den Zeit- und Kostenbedarf zu klären. Der EU Data Act stärkt Ihre Wechselmöglichkeiten, indem er Anbieter von Datenverarbeitungsdiensten verpflichtet, technische, vertragliche und organisatorische Wechselhindernisse abzubauen.

Zugriffe auf Systeme und Daten absichern

Zugriffe auf kritische Systeme und Daten müssen sich gezielt steuern lassen. Wir betrachten Identitäts- und Zugriffsmanagement, Verschlüsselung und kryptografische Schlüssel ebenso wie sichere Architekturen und Governance – immer abgestimmt auf Ihr Betriebsmodell und die rechtlichen Anforderungen.

Mehr über Cybersecurity erfahren

Kritisches Wissen im Unternehmen halten

Eigenes Know-how reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Dienstleistern oder Personen. Wir identifizieren kritisches Wissen und unterstützen den Wissenstransfer mit dokumentierten Betriebsprozessen, gemeinsamen Teams und geeigneten Transfermodellen. So halten Sie sich die Möglichkeit offen, Betrieb oder Verantwortung später selbst zu übernehmen oder zu verlagern.

Frau steht mit einem Tablet vor einem Großrechner

Souveräne KI

Mit KI entstehen zusätzliche Abhängigkeiten von Modellen, Daten, Rechenleistung, Plattformen und spezialisierter Infrastruktur. Für die digitale Souveränität ist deshalb entscheidend, wie viel Kontrolle über Daten, Modelle und Infrastruktur erforderlich ist und welche Wahlmöglichkeiten langfristig erhalten bleiben sollen.

Mehr über souveräne KI erfahren

Feuerwehrleute beim Löschen

Unternehmerische Resilienz

Wer seine kritischen Abhängigkeiten kennt und gezielt steuert, stärkt damit auch die Resilienz seiner Organisation. Während Souveränität die Entscheidungsfähigkeit betrifft, zielt Resilienz darauf, auch bei Angriffen, Ausfällen oder Krisen handlungsfähig zu bleiben und geschäftskritische Leistungen aufrechtzuerhalten.

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