Der entscheidende Unterschied zwischen klassischen Rechnern und Quantencomputern liegt nicht nur in der Rechenleistung, sondern in der Art der Berechnung selbst.

Während klassische Computer Informationen als Bits (0 oder 1) verarbeiten, nutzen Quantencomputer sogenannte Qubits. Diese können mehrere Zustände gleichzeitig annehmen. So lassen sich bestimmte mathematische Probleme parallel bearbeiten und viele Aufgaben deutlich effizienter lösen.

Besonders relevant ist diese Rechenlogik für:

  • komplexe Optimierungsprobleme in Logistik-, Energie- und Produktionssystemen
  • Material- und Molekülsimulationen in Chemie, Pharma und Halbleiterentwicklung
  • probabilistische Simulationen und Monte-Carlo-Verfahren in Finanz- und Risikomodellen
  • datenintensive Analyse- und Machine-Learning-Modelle

Mit zunehmender technischer Reife wird Quantencomputing vor allem jene Branchen stark prägen, deren Geschäftsmodelle auf großen Datenmengen, komplexen Entscheidungsprozessen oder kritischer Infrastruktur beruhen.

Schon jetzt klären wir in Strategie- und Architekturprojekten mit unseren Kunden, welche Systeme, Daten und Sicherheitsmechanismen frühzeitig auf die Auswirkungen des Quantencomputings auszurichten sind.

Grafik: Klassische Computing vs. Quantencomputing

Auch wenn leistungsfähige Quantencomputer noch nicht breit verfügbar sind, bringt die Entwicklung bereits konkrete strategische Aufgaben mit sich – vor allem dann, wenn Sie über sensible Datenbestände, lange Datenschutzfristen oder kritische Infrastrukturen verfügen.

Gemeinsam mit Ihnen beantworten wir gerne entscheidende Fragen wie: Welche kryptografischen Verfahren sind auf Dauer sicher? Welche Systeme sollten Sie in Ihrer Organisation als erstes migrieren? Und wie können Sie die Quantum-Risiken in Ihre bestehenden Sicherheitsstrategien integrieren? Profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung mit nachhaltigem Datenschutz, die wir in enger Zusammenarbeit mit Organisationen aus dem Finanzsektor, dem Gesundheitswesen, dem Verteidigungs- und Sicherheitsbereich, den Raumfahrtprogrammen und staatlichen Systemen gewonnen haben.

Eine der ersten spürbaren Auswirkungen von Quantencomputing betrifft die IT-Sicherheit.

Viele heute eingesetzte Verschlüsselungsmethoden – darunter RSA oder elliptische Kurven – basieren auf mathematischen Problemen, die klassische Computer nur sehr schwer lösen können. Bestimmte Quantenalgorithmen berechnen diese jedoch deutlich schneller. Theoretische Modelle wie Shor’s Algorithmus zeigen, dass weit verbreitete kryptografische Verfahren künftig angreifbar werden könnten.

Eine besondere Gefahr entsteht durch das sogenannte „Harvest now, decrypt later"-Szenario: Angreifer speichern verschlüsselte Informationen bereits heute, um sie später mit leistungsfähigeren Technologien zu entschlüsseln.

Wenn Ihre Daten auch mittelfristig noch schützenswert sind, müssen Sie sich auf dieses Risiko jetzt vorbereiten.

Quantencomputer: „Harvest now, decrypt later"-Szenario

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gibt dafür klare Zeitvorgaben: KRITIS-relevante Verfahren müssen bis 2030 auf hybride PQC-Verschlüsselung migriert sein, alle anderen bis 2032. Die EU-Roadmap vom Juni 2025 sieht vor, dass Unternehmen bis 2026 mit der Migration beginnen und ein kryptografisches Inventar anlegen, bis 2030 kritische Systeme schützen und bis 2035 vollständig auf PQC umgestellt haben [Quelle: BSI TR-02102-1 "Kryptographische Verfahren: Empfehlungen und Schlüssellängen" Version: 2026-01].

Dabei geht es nicht nur um neue Algorithmen: PQC betrifft ganze Sicherheitsarchitekturen – von Schlüsselmanagement und Zertifikatsinfrastrukturen bis hin zu Kommunikationsprotokollen.

Für die neue Technologie bereit zu sein, bedeutet nicht, Quantencomputer einzusetzen. Es geht vielmehr darum, Ihre Infrastruktur so auszurichten, dass der Übergang zu quantensicheren Verfahren kontrolliert erfolgen kann.

Gemeinsam sorgen wir für Transparenz in Bezug auf die eingesetzten kryptografischen Verfahren, bewerten den langfristigen Schutzbedarf Ihrer sensiblen Daten und planen die Migration zur Post-Quantum-Kryptografie. Dazu passen wir Ihre Sicherheits- und Schlüsselmanagementsysteme an und helfen Ihnen, die Risiken durch Quantencomputing in Ihre bestehende Cybersecurity-Strategie zu integrieren.

Wir begleiten Sie dabei, die Auswirkungen auf Ihre Systeme, Sicherheitsarchitekturen und Datenstrategien zu bewerten und konkrete Schritte in Richtung Quantum Readiness zu definieren – von der ersten Standortbestimmung über das kryptografische Inventar bis zur Migration auf Post-Quantum-Kryptografie. 

Quantencomputing: unsere PQC-Services