Die enorme Vielfalt an Themen und Projekten, aber vor allem die Menschen dahinter – das ist es, was für Michael Denzler die Magie von CGI ausmacht. Seit mehr als zehn Jahren ist er dabei: als Engagement Manager, als Salesforce Developer, als Service Manager und als Vorsitzender des Betriebsrats in München. Was ihn antreibt und bis heute begeistert, erzählt er in diesem Interview – dem ersten unserer Jubiläumsreihe anlässlich des 50-jährigen Bestehens von CGI.

„Es war eine echte Erfolgsgeschichte.“

Hallo Michael, du bist seit über zehn Jahren bei CGI. Mit welchem Projekt fing damals alles an?

In meinem ersten Projekt haben wir einem großen deutschen Automobilhersteller geholfen, eine SharePoint-Plattform aufzubauen und auf die neue Version zu migrieren. Es wurde außerdem jemand gebraucht, der diesen SharePoint optimal in die Workflows der Fachbereiche einpasst – das habe ich zusätzlich übernommen. So bin ich schnell in eine Rolle hineingewachsen, die man eigentlich etwas später übernimmt: Ich wurde Engagement Manager.

Was sind die Aufgaben eines Engagement Managers?

Ein Engagement Manager kümmert sich darum, dass das Team weiter wächst. Wir haben es auf etwa 14 Leute ausgedehnt, um parallel viele individuelle Lösungen für den Kunden zu entwickeln – insgesamt dürften es um die fünfzig angepasste Lösungen gewesen sein. Es war eine echte Erfolgsgeschichte. Nach drei Jahren wollte ich mich dann weiterentwickeln und etwas anderes sehen. Ich habe einen Nachfolger gecoacht und trainiert, der dieses Projekt von mir übernommen hat. So konnte ich ruhigen Gewissens zu etwas Neuem aufbrechen.

„Ich bin technologisch in einem ganz anderen Bereich gelandet.“

Drehte sich auch in deinen weiteren Projekten alles um SharePoint?

Zunächst schon. Aber dann kam ein Ereignis, das meine weitere Karriere maßgeblich beeinflusst hat: Ich bin technologisch in einem ganz anderen Bereich gelandet. Denn neben SharePoint kenne ich mich auch mit Salesforce aus, konnte das Know-how aber bisher nicht anwenden. So kam ich als Salesforce Developer zu einem Neukunden, der eine Logistikplattform in der Cloud auf den Markt bringen wollte.

Ich habe die Salesforce-Umgebung mit Schnittstellen erweitert, sodass dort zum Beispiel Echtzeitdaten von Fahrzeugen eingeflossen sind. Da ich mich zuvor schon als Engagement Manager bewährt hatte, konnte ich diese Rolle auch hier wieder übernehmen. In einem Zeitraum von drei Jahren habe ich ein Team von über zwanzig Mitarbeitenden aufgebaut.

Worum geht es in deinem aktuellen Projekt?

Seit 2021 unterstütze ich einen führenden europäischen Nutzfahrzeughersteller. Dort bin ich Service Manager für ein bestimmtes Fahrzeug. Ich bin dafür zuständig, dass es in Bezug auf die Konnektivität ordnungsgemäß funktioniert. Also zum Beispiel dafür, dass die Navi-Updates problemlos und störungsfrei laufen.

„Auf der Karriereleiter stehenzubleiben, hat nichts mit Schwäche zu tun.“

Wie ist dein Karriereweg bisher verlaufen?

Eingestiegen bin ich als Executive Consultant. Als ich Director wurde, merkte ich schnell, dass mir etwas fehlte. Ich wollte mich lieber noch weiter in meine Fachgebiete vertiefen und neue Herausforderungen direkt an der Basis angehen. Deshalb habe ich einen ungewöhnlichen Weg gewählt: Ich bin freiwillig wieder Executive Consultant geworden. Ich habe bewusst entschieden, fachlich näher an der Praxis zu bleiben, statt nur Managementtitel zu sammeln. In der Rolle des Executive Consultant lebt es sich sehr gut, wenn man für sich erkannt hat, dass es auch schön ist, auf der Karriereleiter einfach mal stehenzubleiben – und dass es keinesfalls Schwäche bedeutet. Es ist einer der großen Vorteile von CGI, dass es bei uns kein „Up or Out“ gibt.

„Mir wurde bewusst, wie wichtig Mitbestimmung ist.“

Neben deiner Projektarbeit engagierst du dich seit vielen Jahren im Betriebsrat. Wie kam es dazu?

Mir wurde bewusst, wie wichtig Mitbestimmung ist. Wenn ein Unternehmen einen Betriebsrat hat, wirkt dort das Betriebsverfassungsgesetz mit seinen über 130 Paragrafen. Darunter sind viele nützliche Dinge geregelt: zum Beispiel Fairness, Gleichbehandlung und Interventionsmöglichkeiten bei schwierigen Situationen. In einem Unternehmen ohne Betriebsrat fällt es wahrscheinlich niemandem auf, wenn die Leute 50, 60 Stunden arbeiten. Ein Betriebsrat hat die Pflicht, darüber zu wachen, dass das Arbeitszeitgesetz eingehalten wird. Dann werden die Ursachen analysiert und behoben, was den Mitarbeitenden zugute kommt.

Seit fünf Jahren bist du Vorsitzender des Betriebsrats und wurdest gerade wiedergewählt. Warum hast du für dieses Amt kandidiert?

Ich bin ein Mensch, der sehr neutral beobachtet, Informationen sammelt, sich erst dann eine Meinung bildet und diese dann objektiv diskutiert. Für mich gehört auch dazu, nicht gegen den Arbeitgeber zu arbeiten, sondern mit ihm gemeinsam.

Als Vorsitzender konnte ich meine Vision umsetzen, wie ein Betriebsrat gut funktioniert. Gemeinsam mit den Betriebsratsmitgliedern habe ich Prozesse optimiert und Tools eingeführt. Dadurch wurden wir sehr viel effizienter. Als ich 2018 zum ersten Mal in den Betriebsrat kam, dauerten die Sitzungen vier bis sechs Stunden, bis in den Abend hinein. Jetzt sind es maximal zweieinhalb Stunden.

„Es hat sich ein total spannender Austausch zum Thema künstliche Intelligenz entwickelt.“

Als Betriebsrat hast du tiefe Einblicke ins Unternehmen. Was macht CGI aus deiner Sicht als Arbeitgeber aus?

Die Magie, die in CGI steckt, ist die große Menge an Themen und Projekten, mit denen wir uns beschäftigen können – aber es sind auch die Menschen, die bei CGI arbeiten. Das ist mir gerade wieder bewusst geworden, als unter Kollegen spontan ein total spannender Austausch zum Thema künstliche Intelligenz entstand und daraus direkt konkrete Maßnahmen hervorgingen. Bei CGI gibt es viele Synergien, die die Mitarbeitenden entdecken und eigenständig nutzen. Das bringt das Unternehmen und sie selbst voran.

Vielen Dank für das interessante Gespräch, Michael! Wir wünschen dir weiterhin viel Freude und Erfolg bei CGI.

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