MaBiS (Marktregeln für die Durchführung der Bilanzkreisabrechnung Strom) definiert die Prozesse und Regeln für die Aggregation und Abrechnung bilanzierungsrelevanter Daten im deutschen Strommarkt. Bislang erfolgt ein wesentlicher Teil dieser Kommunikation dezentral und bilateral – mit hohem Abstimmungsaufwand, fehleranfälligen Prozessen und begrenzter Transparenz.

Der MaBiS-Hub führt diese Funktionen für den deutschen Strommarkt in einer zentralen Plattform zusammen. Über sie tauschen die vier Übertragungsnetzbetreiber, hunderte Verteilnetzbetreiber und weitere Marktakteure standardisiert Mess-, Stamm- und Abrechnungsdaten aus – für Millionen von Marktlokationen. Die Verteilnetzbetreiber profitieren konkret von weniger bilateralen Schnittstellen, einheitlichen Prozessen und einem deutlich reduzierten Abstimmungsaufwand. Für ein Projekt dieser Tragweite braucht man keinen Technologielieferanten, sondern einen Partner für den Aufbau, die Einführung und den langfristigen Betrieb einer regulatorisch kritischen Marktinfrastruktur.

Der MaBiS-Hub ist kein gewöhnliches IT-Projekt. Die grundlegende Neugestaltung der bilanzierungsrelevanten Datenprozesse im deutschen Strommarkt hat direkte Auswirkungen auf jeden Marktteilnehmer

Techniker prüft Stromnetzdaten für MaBiS-Hub und Marktdatenkommunikation im deutschen Strommarkt

Die Ausgangslage ist anspruchsvoll. Nach aktuellem BDEW-Einführungsszenario ist der Produktivbetrieb des MaBiS-Hub ab Oktober 2029 vorgesehen – mit einer Vorbereitungsphase ab April 2028 und einem Parallelbetrieb bis zur vollständigen Umstellung. Der Zeitraum wird selbst von den Beteiligten als äußerst herausfordernd bewertet. Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber stehen in der Umsetzungspflicht.

Gleichzeitig sehen sich alle Beteiligten mit konkreten Risiken konfrontiert. Die Verteilnetzbetreiber befürchten Doppelaufwände während der Übergangsphase bei ohnehin knappen IT-Ressourcen. In einem KRITIS-Umfeld stehen die Datensicherheit, der Schutz vor Cyberangriffen und die Systemintegrität unter besonderer Beobachtung – jeder Vorfall ist öffentlich. Die Kosten für großvolumige Datenhaltung und Infrastruktur sind schwer kalkulierbar und die Frage, wie sich die Open-Source-Forderung der Bundesnetzagentur mit dem IP-Schutz der Anbieter vereinbaren lässt, ist noch ungeklärt.

Für die Entscheider bedeutet dies: Wer den falschen Partner wählt, riskiert Verzögerungen, eine Kostenexplosion und im schlimmsten Fall das Scheitern vor den Augen der gesamten Branche. Umso wichtiger ist ein Partner, der vergleichbare Datahub-Projekte nicht zum ersten Mal umsetzt.

We develop Datahub together with CGI. They have a very good experience and track record to do it.

Pasi Aho, CEO Fingrid Datahub

Die entscheidende Frage bei einem Projekt dieser Tragweite ist nicht, wer die beste Zielarchitektur beschreiben kann. Die Frage ist, wer fähig ist, sie termingerecht, budgetsicher und unter regulatorischer Aufsicht in den Produktivbetrieb zu bringen. Ein enger Zeitplan, die komplexe Marktmigration und hohe regulatorische Anforderungen – genau diese Risiken haben wir in 15 Marktprojekten weltweit bereits gemeistert. So konnten wir vom ersten Tag an einen stabilen Produktivbetrieb sicherstellen und eine Partnerschaft bieten, die über den Go-Live hinaus trägt.

Gleichzeitig gestalten wir die Zukunft zentraler Marktsysteme aktiv mit: Beim Energy Market Facilitation Forum bringen wir internationale C-Level-Entscheider und Branchenexperten zusammen, um Marktentwicklungen, die Fragmentierung und Dezentralisierung in der Energiewertschöpfungskette zu diskutieren.

Windkraft im Strommarkt als Symbol für Fingrid Datahub und zentrale Marktdatenkommunikation

Finnland – Fingrid Datahub

Der Datahub ist seit Februar 2022 im Produktivbetrieb und verbindet 3,8 Millionen Zählpunkte, 80 Stromhändler und 80 Verteilnetzbetreiber. Die aktuellen Transaktionszahlen veröffentlicht Fingrid in einem öffentlichen Dashboard. Der Go-Live galt als die größte Veränderung im finnischen Strommarkt seit der Marktöffnung 1998 und verlief planmäßig.

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Smart Meter für PSE Datahub und skalierbare Messwertverarbeitung im Strommarkt

Polen – PSE

Die Implementierung erfolgte zwischen 2023 und 2025. Das System verbindet 17,5 Millionen Zähler und verarbeitet rund 5 Milliarden Messwerte täglich: die bisher größte Einzelinstallation auf Basis einer CGI Lösung. Sie zeigt, dass die Lösung auch für Märkte mit hohem Datenvolumen skaliert.

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Digitale Energiedaten für EDSN/C-ARM und Strommarkt-Datenkommunikation

Niederlande – EDSN/C-ARM

Die Transformation der niederländischen Strommarkt-Datenkommunikation erfolgte im Rahmen eines komplexen Marktmigrationsprojekts. Das Programm wurde 2021 mit einem Computable Award ausgezeichnet. Insbesondere die enge Zusammenarbeit zwischen Marktteilnehmern und uns wurde als Schlüsselfaktor für den Erfolg hervorgehoben.

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Leitstellenmonitoring für Energinet DataHub und zentrale Marktkommunikation im Strommarkt

Dänemark – Energinet

Diese DataHub-Lösung bildet das Fundament für den dänischen Stromeinzelhandelsmarkt. Das System ist seit Jahren in unserem Betrieb stabil und somit ein weiterer Beleg für langfristige Betriebssicherheit und kontinuierliche Weiterentwicklung.

Branchenaustausch zu zentralen Marktsystemen im europäischen Energiemarkt

Gleichzeitig gestalten wir die Zukunft zentraler Marktsysteme aktiv mit

Beim Energy Market Facilitation Forum bringen wir internationale C-Level-Entscheider und Branchenexperten zusammen, um Marktentwicklungen, die Fragmentierung und Dezentralisierung in der Energiewertschöpfungskette zu diskutieren.

Marktakzeptanz als Erfolgsfaktor

Die Erfahrungen aus Finnland und Polen zeigen: Der Erfolg eines zentralen Marktsystems hängt weniger von der Technologie selbst ab, sondern mehr davon, wie gut das Markt-Ökosystem auf die Umstellung vorbereitet wird – von der Datenmigration über abgestimmte Prozesse bis zur koordinierten Einbindung aller Akteure.

Unsere Lösung bietet dafür eine bewährte Grundlage. Entscheidend ist, wie der Markt an die Einführung herangeführt wird. Unser Wissen aus vergleichbaren europäischen Projekten ist dabei nicht nur ein Beleg für Umsetzungsstärke, es ist ein Vertrauensargument gegenüber der gesamten Branche.

Worauf die Umsetzung aufbaut

Der MaBiS-Hub muss die Bilanzkreisabrechnung, Messwertaggregation, Stammdatenverwaltung sowie den Austausch bilanzierungsrelevanter Daten für den gesamten deutschen Strommarkt abbilden. Die funktionale Grundlage dafür ist in mehreren europäischen Energiemärkten bereits produktiv erprobt. Für Deutschland wird sie auf die spezifischen regulatorischen Anforderungen angepasst, was die Umsetzung verkürzt und das Projektrisiko erheblich reduziert.

Die Kernlösung kommt aus einer Hand – ohne Abhängigkeit von einem großen Technologiepartner. Das bedeutet: klare Verantwortlichkeiten und kürzere Entscheidungswege.

Energieexperten planen MaBiS-Hub Umsetzung und zentrale Marktdatenkommunikation

 

CGI Central Market Solutions (CMS)

Modulare Plattform für zentrale Marktkommunikation mit Zählpunktdaten, Verträgen, Messwerten und Settlement; in mehreren europäischen Märkten im Produktivbetrieb. CMS eröffnet Zugang zu einem aktiven Anwender-Ökosystem.

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CGI AgileDX

Sichere, hochvolumige Datenaustauschplattform zwischen allen Marktakteuren. CGI AgileDX ist in allen Referenzmärkten als Integrationsschicht im Einsatz
 

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Ergänzend: kontrollierter KI-Einsatz im KRITIS-Umfeld.  
 

 

CGI AIOps Director

Mit dem AIOps Director bieten wir eine intelligente Betriebsunterstützung – netzwerkisoliert, menschlich kontrolliert und auditierbar. Unsere Lösung sorgt für schnellere Reaktionszeiten und weniger manuelle Aufwände, ohne dabei Abstriche bei Compliance oder BSI-Vorgaben zu machen. Die Kontrolle bleibt beim Menschen.

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