Der Energiemarkt befindet sich im Wandel – und mit ihm die Anforderungen an Netzbetreiber und Marktakteure. Durch den steigenden Anteil von dezentraler Energie, neue Verbrauchsmuster und volatile Einspeisungen nehmen die Energieschwankungen im Strommarkt zu. Dies wird als Flexibilität bezeichnet und muss intelligent gemanagt werden.

Gleichzeitig verfolgt die Marktkommunikation in Deutschland das Ziel einer einheitlichen und fachlichen Grundlage. Der zentrale Ansatzpunkt hierfür liegt in einer gemeinsamen Daten- und Prozessbasis, die schnelle Entscheidungen unterstützt.

Flexibilitätsmanagement – zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Ein modernes Energiesystem muss dezentral, effizient, flexibel und digital sein. Variable Stromtarife, präzise Prognosen des Energiebedarfs, der Einsatz neuer Technologien wie Smart Meter, das Vermeiden von Netzengpässen (Redispatch 2.0) oder das netzdienliche Laden von E-Fahrzeugen sind nur einige der neuen Anforderungen.

Die Realität zeigt jedoch ein anderes Bild: Die Informationen aus Netz, Marktrolle und Messwertbezug liegen oft nicht in der gleichen Logik vor. Dies führt dazu, dass die Daten nicht optimal interpretiert und die falschen Schlüsse gezogen werden.

Zusätzlicher Aufwand durch einen hohen Abstimmungsbedarf und manuelle Auswertungen ist leider keine Ausnahme, sondern Alltag in heterogenen Systemlandschaften.

Die vier Stellhebel für effektives Flexibilitätsmanagement

Ein zukunftsfähiger Umgang mit Flexibilität ist nur möglich, wenn die Daten konsistent strukturiert und eindeutig interpretierbar sind. Vier Elemente sind dafür entscheidend: 

  1. Zeitnahe und eindeutig zuordenbare Messwerte als verlässliche Entscheidungsbasis 
  2. Systemisch hinterlegte Rollen und Verantwortlichkeiten, um Zuständigkeiten klar nachzuvollziehen
  3. Im Prozess erzeugte Nachweise, die die Transparenz und Prüfbarkeit sichern
  4. Strukturierte Einbindung steuerbarer Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG
     

Vom Verwalten zum Gestalten – mit der richtigen Architektur

Um Flexibilität verantwortungsbewusst und nachvollziehbar zu managen, ist eine gemeinsame Daten- und Prozessbasis notwendig. Dafür müssen fachliche Informationen, Rollen und Abläufe in einer konsistenten Struktur zusammengeführt werden.

Jeder Messwert hat dabei einen klaren fachlichen Bezug, die Zuständigkeiten sind systemisch hinterlegt und die Nachweise entstehen automatisiert im Prozess. So wird Flexibilität steuer- und prüfbar.

CGI AgileDX: die Basis für souveränes Flexibilitätsmanagement

CGI AgileDX bildet das Fundament dieser konsistenten Informationsarchitektur. Daten, Rollen und Prozesslogiken werden auf einer gemeinsamen fachlichen Grundlage verankert. Dadurch entsteht eine einheitliche Sicht auf die Lage und die relevanten Entscheidungsparameter.

Technologische Komponenten wie Smart Meter Gateways (SMGW) und Controllable Local Systems (CLS) sind hier bereits integriert.

Das eröffnet neue Möglichkeiten:

  • eine einheitliche fachliche Sicht für alle Akteure
  • eine rollenbasierte Zugriffs- und Entscheidungslogik
  • Nachweise, die automatisch aus dem Prozess entstehen
  • Erweiterbarkeit bei neuen regulatorischen und technologischen Entwicklungen
     

In Verbindung mit den CGI Central Market Solutions (CMS) ist auch die regulatorische Compliance gesichert. CGI AgileDX ist somit das Fundament, um Flexibilität in der Energiewelt von morgen souverän zu gestalten.

CGI AgileDX hat sich international als Marktlösung bewährt und steht nun auch für den deutschen Energiemarkt zur Verfügung.

Flexibilität wird dann gestaltbar, wenn Daten, Rollen und Abläufe gemeinsam verankert sind. Diese Grundlage kann bereits heute geschaffen werden – schrittweise und strukturiert.