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Willkommen bei Klartext, dem Karriere-Podcast von CGI. Hier gibt es klare Worte zu IT- und Consulting-Karrieren. Welche Skills zählen? Welche Wege führen zum Erfolg? Und wie arbeiten wir bei CGI? Authentisch, praxisnah und ohne Buzzwords.

Kurz gesagt Karriere im Klartext.

Dana: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Klartext, dem Karriere-Podcast von CGI. Hier sprechen wir über echte Geschichten, ehrliche Erfahrungen und darüber, wie Karriere bei CGI wirklich aussieht.

Ich bin Dana und natürlich wieder nicht allein am Mikro. Neben einem spannenden Gast heute habe ich auch wieder meine liebe Kollegin Valeria mit dabei. Hi Valeria, wie geht's dir heute?

Valeria: Hallo! Hallo Dana, mir geht's super.

Ich freue mich total, dass wir heute wieder aufnehmen. Es war ja heute ein etwas hektischer Morgen, deswegen ist die Podcast-Aufnahme eine super Abwechslung. Immer wieder cool, wie unterschiedlich unsere Gäste sind.

Mal haben wir Kolleg:innen zu Gast, die über 20 Jahre bei uns sind. Ich erinnere mich an Henrike zum Beispiel vom letzten Mal. Und mal wie heute jemand, der ganz am Anfang seiner Karriere steht.

Dana: Da hast du vollkommen recht, Valeria. Und das ist ja auch das Spannende bei CGI. Wir haben wirklich Kolleginnen und Kollegen in allen Karrierephasen, von Studierenden, die gerade erst anfangen, über Berufseinsteiger:innen, bis hin zu Menschen, die schon seit zwei Jahrzehnten hier das Ganze auch mitgestalten. Also ich finde das jedes Mal faszinierend, weil man dadurch auch merkt, wie individuell Karriere bei uns auch sein kann.

Valeria: Ja, total. Und besonders die dual Studierenden, also die, die bei uns quasi Theorie und die Praxis kombinieren, sind ja immer super engagiert.

Ich bewundere, wie die ihre ganze Energie in ihren Praxisphasen in die Projekte reinstecken und während der Theoriephasen richtig pauken, was das Zeug hält. Ich war damals ja selbst auch dual unterwegs.

Dana: Ach echt? Das wusste ich noch gar nicht. Erzähl doch mal kurz.

Valeria: Ja, ja. Während meiner Ausbildung damals war ich im Unternehmen und danach habe ich auch noch Vollzeit studiert. Das war schon eine ziemlich intensive Zeit, aber unglaublich lehrreich, wie ich finde. Man wächst da auch irgendwie rein. Also man lernt, Verantwortung zu übernehmen, im Team zu arbeiten und hört trotzdem nicht auf, immer weiter zu lernen.

Dana: Das stimmt. Echt spannend, Valeria! Siehst du, da erfahre ich ja auch nochmal direkt was Neues von dir heute. Sehr schön. So, aber nun zurück zu unserem heutigen Thema. Heute geht es nämlich bei uns, und ihr habt es schon gemerkt, um das duale Studium bei CGI.

Jedes Jahr haben wir immer wieder zahlreiche dual Studierende bundesweit, die in verschiedensten Fachrichtungen mit uns ihren Bachelor oder Master absolvieren. Deswegen freue ich mich heute besonders auf unseren Gast, weil er genau diesen Weg gegangen ist, vom dualen Studium direkt in den Berufseinstieg bei CGI.

Valeria: Ganz genau. Lukas ist unser heutiger Gast. Er hat Wirtschaftsinformatik mit dem Schwerpunkt Cybersecurity studiert. Das ganze dual bei CGI und ist jetzt frisch Consultant im Bereich Informationssicherheit.

Also quasi direkt aus dem Kolloquium rein in die Cyberwelt. Ja und ich würde sagen, Bühne frei für Lukas. Herzlich willkommen und schön, dass du da bist.

Lukas: Hi ihr beiden. Danke für die Einladung. Ich freue mich sehr, heute bei euch zu sein.

Valeria: Ja Lukas, prima, dass du heute bei uns bist. Bevor wir gleich ein bisschen tiefer ins Thema einsteigen, erzähl doch mal, wie geht es dir heute? Magst du dich kurz vorstellen? Und vielleicht hast du auch einen kleinen Fun Fact über dich?

Lukas: Ja gerne, kann ich machen. Lukas ist mein Name, ich bin mittlerweile 26 Jahre alt.

Bisher habe ich eigentlich einen ganz guten Tag gehabt. Schon ein paar kleinere Aufgaben im Projekt erledigt. Heute Abend stehen noch ein paar Kundentermine an. Also ein typischer Alltag eines Consultants. Bin jetzt aktuell in der Rolle des Security Consultant unterwegs und ich habe vor drei Jahren, wie gesagt, bei CGI angefangen mit Beginn des dualen Studiums der Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt Cybersecurity. Dual in Kombination mit der FHDW, also der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach. Und dann eben CGI als dualen Partner.

Bei CGI eingestiegen bin ich dann direkt nach dem Studium. Am nächsten Tag nach dem Kolloquium war ich eigentlich übernommen, hatte direkt den Vollzeitjob am Start. Es war wirklich, wirklich sehr schön und macht mir bisher auch sehr viel Spaß.

Deswegen freue ich mich auch heute etwas darüber zu erzählen und auch anderen etwas mitzugeben, wie meine Erfahrungen sind. Und vielleicht auch noch den einen oder anderen für ein duales Studium zu begeistern.

Dana: Ja, sehr schön. Das soll das Ziel der heutigen Folge sein. Du hast es schon erwähnt oder wir haben es ja auch schon besprochen. Ein ziemlich fließender Übergang bei dir. So vom Colloquium rein in die Arbeitswelt. Ist das jetzt so ein klassischer neuer Job, alles neu Moment? Oder ist doch irgendwie alles schon total bekannt jetzt bei dir nach dem Start als Consultant?

Lukas: Also es ist definitiv anders, als wenn man ein Vollzeitstudium absolviert. Bei mir ist wirklich sehr viel gleich geblieben.

Ich bin im gleichen Projekt wie vor gut einem Jahr. Habe das gleiche Projektteam dadurch, die gleichen Kollegen, die gleichen Kunden. Also ich kenne eigentlich schon jeden und ich wusste eigentlich, was mich erwartet.

Aber dennoch ist es noch mal was anderes jetzt mit mehr Verantwortung und einfach auch einer höheren Anforderung an einen selbst zu arbeiten. Weil klar, man hat noch so einen kleinen Welpenschutz, würde ich sagen, als Student. Und man muss da schon selbst zusehen, welche Aufgaben man sich nimmt.

Und jetzt, als wirklich fest angestellter Consultant, ist es einfach noch mal was anderes in der Arbeitswelt. Aber hier war es bei mir so, das passt auch vielleicht noch zu dem Funfact: Ich hatte vorher eine Banklehre gemacht.

Also ich kannte schon den Berufsalltag mit Kunden. Aber das war natürlich ein ganz anderes Arbeiten, als es jetzt nach dem dualen Studium ist.

Dana: Wow, ein wirklich sehr spannender Fun Fact, oder Valeria? Also damit hätte ich jetzt nicht gerechnet. Bankenlehre und jetzt Cybersecurity. Wie passt das denn zusammen?

Valeria: Zumindest alles sicherheitskritische Bereiche, würde ich sagen.

Lukas: Bei beiden spielt auch Datenschutz, vielleicht auch teilweise Informationssicherheit eine Rolle.

Dana: Sehr cool, danke Lukas. Du hast Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt Cybersecurity studiert.

Verrate uns doch mal, wie bist du denn damals überhaupt auf die Idee gekommen, ein duales Studium zu machen?

Lukas: Ja, da muss ich ein bisschen weiter vorne anfangen. Also wie schon gesagt, nach der Banklehre habe ich mir dann erst mal gedacht, okay, ich möchte mich umorientieren und habe mich dann zu einem Bereich der Informatik oder Wirtschaftsinformatik, den ich auch schon im Abitur kennengelernt hatte. Aber durch die Banklehre wurde das Ganze erst mal verdrängt.

Ich wollte aber gerne ein Vollzeitstudium erleben, einfach den Studierenden-Alltag erleben. Hatte mich sehr darauf gefreut und habe mich dann deswegen an der Uni Köln eingeschrieben, auch für Wirtschaftsinformatik. Dort war ich dann für zwei Semester eingeschrieben. Und dann per Zufall war es so - ich hatte schon kleine Berührungspunkte als Werkstudent mit der Informationssicherheit - und habe dann gemerkt, das ist eigentlich ein ganz netter Bereich, gefällt mir und ich habe auch gemerkt, die Arbeit macht mir Spaß.

Und lustigerweise saß ich in der Vorlesung und ein Kommilitone neben mir hat dann geschwärmt, „ach, ich überlege ein duales Studium zu machen“, ich gucke mal, was es da vielleicht gibt. Dann hat er mir eine Stellenanzeige von CGI gezeigt. Zu dem Zeitpunkt habe ich noch nie von CGI gehört.

Und er jetzt auch nicht in dem Fall. Und wir haben uns die angeschaut und ich dachte, das klingt eigentlich echt gut. Und dann habe ich einfach mal eine Bewerbung rausgeschickt. Ich war auch schon sehr spät dran, also es war Sommer und es sollte dann im September schon losgehen.

Und glücklicherweise hat es dann funktioniert und ich habe dann innerhalb von zwei Wochen eine Zusage bekommen, was auch sehr neu war. Also ich kannte davor Bewerbungsprozesse, die haben Monate gedauert. Und rückblickend war es echt eine super Entscheidung und ich war so froh, dass es dann funktioniert hat und ich ab September starten konnte. Jetzt nachgelagert betrachtet ist es einfach eine tolle Kombination aus Praxis und Theorie, die ich durch CGI bekommen habe.

Valeria: Ja, also wie das Leben manchmal so spielt, quasi durch einen frustrierten Kommilitonen bei uns gelandet. Das zeigt ja auch irgendwie, dass man manchmal offen für neue Wege sein muss. Was war denn für dich der ausschlaggebende Punkt, zu sagen, okay, jetzt breche ich das Vollzeitstudium dann wirklich ab und wechsle in das duale Modell?

Lukas: Ja, der Hauptgrund war, ich hatte mit dem Werkstudentenjob zwar schon eine Tätigkeit, aber es war einfach erstens sehr stressig, weil man hatte keinen klaren Wechsel.

Ich habe mal zwei Tage, mal drei Tage gearbeitet, mal zwei Tage studiert, mal drei Tage studiert. Dieser Tageswechsel hat einfach wirklich Stress verursacht. Man kommt nach Hause und muss dann noch lernen.

Dann muss man manchmal vor der Arbeit lernen. Man muss gucken, wie macht man es mit der Vorlesung? Wie plant man den Arbeitseinsatz? Und zudem war das Studium einfach sehr theoretisch. Also man konnte zwar die Module fast frei wählen, aber es war einfach sehr viel veralteter Lernstoff und es hat nicht so ganz zu dem gepasst, was ich eigentlich machen wollte.

Und jetzt im Gegensatz dazu beim dualen Studium, da hatte ich schon von Freunden mitbekommen, dass es da einfach ganz anders aussieht. Man kann sich ein ganz anderes Konzept auswählen mit einem Monatswechsel oder mehreren Monatswechseln und man hat einfach fast direkt die Verknüpfung. Also man lernt das Theoretische und kann es danach in einem Projekt oder jetzt eben bei der Arbeit direkt umsetzen.

Man kann wirklich Hands-on-Erfahrungen sammeln im Gegensatz zu den teilweise veralteten Vorlesungen. Also ja, das hat sich zum Glück bei mir auch schnell bewahrheitet. Also Projekt nach Projekt wurde mein Eindruck da immer besser und damit war ich sehr, sehr glücklich.

Dana: Du bist jetzt schon ein bisschen reingegangen in den Ablauf und wie kann man sich das duale Studium auch gestalten. Erzähl mal, wie hast du es letztendlich gemacht oder wie war dein Ablauf des dualen Studiums bei CGI? Also Aufteilung zwischen Hochschule und Unternehmen, was gab es vielleicht auch für Studieninhalte? Gib uns mal ein paar Einblicke bitte.

Lukas: Ja gerne. Also es ist bei CGI im dualen Studium so, dass wir eine Kooperation mit der FHDW in Bergisch Gladbach haben, also der Fachhochschule der Wirtschaft.

Das ist da so aufgebaut, das man immer einen Drei-Monats-Wechsel hat. Das heißt, man ist drei Monate in der Theoriephase an der Hochschule und drei Monate bei CGI. Das ist dahingehend gut, dass man wirklich abgegrenzte Phasen hat. Das heißt, wenn ich jetzt eine Theoriephase habe und da meine fünf Module lerne und Klausuren schreibe, findet das alles innerhalb dieser drei Monate statt und nach diesen drei Monaten kann ich den Lernstoff abschließen. Danach gehe ich dann in ein Projekt bei CGI und bei der Arbeit ist alles sehr gut strukturiert.

Ich weiß ganz genau, was mich wann erwartet und ich kann auch, wenn jetzt die Arbeit dann nach den drei Monaten vorbei ist, mein Handy im Grunde weglegen. Klar, man guckt dann hin und wieder mal auf die Mails, wer geschrieben hat, aber man kann danach wieder mit vollem Elan in die Theorie starten. Und was die Theorie dann eben selbst angeht, war die auch sehr abwechslungsreich. Das liegt einfach an dem Studiengang Wirtschaftsinformatik.

Man hat von ganz grundlegenden BWL-Fächern bis hin zu Informatikfächern, Algorithmik, aber halt eben auch jetzt in meinem Fall die Cybersecurity-Module, das waren vier Stück an der Zahl, und da ging es auch von der Technical Security, wie ist eine Firewall aufgebaut, was gehört dazu, was sind die Firewall-Regeln bis hin zu, was ist IT-Compliance, Governance und auch so typische Angriffsmuster erkennen. Also das ist ein sehr breites Feld. Da gehört auch BWL, Informatik und die Fachrichtung Wirtschaftsinformatik selbst dazu. Das spielt alles damit rein und jetzt an der FHDW war es sogar so, dass man dann auch Module wie Wirtschaftsstatistik, Wirtschaftsrecht, Business Englisch hat. Man wird da wirklich auf alles eingestellt und schlussendlich hat man auch alles mal gemacht und auch wenn man diese ganzen Grundlagenmodule hat, hat man trotzdem weiterfolgend im Studium tolle Inhalte, die sich auch wieder mit der Arbeit ergänzen.

Hängt natürlich immer vom Projekt ab, aber im Grunde, wenn man das gut timed und auch die passenden Projekte auswählt, dann kann man wirklich selbst anpacken.

Dana: Sehr praktisch, so sollte es sein, oder? So wünscht man sich das ja auch.

Valeria: Auf jeden Fall ein bunter Blumenstrauß an Themen in dem Studiengang.

Jetzt hast du es auch schon ein bisschen mit den Aufgaben im Berufsalltag aufgegriffen. Warst du da eher mitlaufend oder hattest du da schon eigene Themen in gewissen Projekten?

Lukas: Also es war definitiv mal so, mal so, da muss ich ehrlich sein. Vor allem am Anfang natürlich, wenn man, wie gerade schon gesagt, diese Grundlagen hat, wenn ich jetzt Mathematikmodul, Statistikmodul und vielleicht etwas Programmierung habe und ich will aber eigentlich in einem Cyberbereich arbeiten, klar, dann kann ich noch nicht hundertprozentig eingesetzt werden als vollwertiger Mitarbeiter. Aber das war mir auch bewusst.

Dennoch ist es so, nach jeder weiteren Praxis- und Theoriephase konnte ich eben mehr Verantwortung übernehmen und wie gerade eben schon gesagt, als ich dann zum Beispiel in Bezug auf Firewall tätig war, dann durfte ich ein eigenes Firewall-Audit machen. Das heißt, man überprüft dann, oder ich in dem Fall, die von uns aufgestellten Regeln. Ich konnte da das erste Mal so ein Tool benutzen, konnte dann genau mit dem Fachbereich in Kontakt treten, konnte checken, welche Ports sind hier geöffnet, welche sind freigegeben, was sollten wir vielleicht doch noch mal prüfen. Und das musste ich dann im Endeffekt auch aufbereiten und dem Kunden vorstellen. Das war vollkommen meine eigene Leistung.

Ich hatte natürlich im Hintergrund noch einen Senior Consultant, der mir dann dabei geholfen hat, wenn ich Fragen hatte. Also alleine wird man trotzdem nicht gelassen. Aber es war genau das, was ich brauchte, um einfach mal etwas mehr eigene Verantwortung zu übernehmen und das Ganze hat sich einfach in jedem Semester nochmal weiter verbessert und mein größter Höhepunkt war dabei eigentlich eine spezielle Praxisphase. In der ist man dann sechs Monate im Unternehmen. In dieser Zeit schreibt man wie so eine Art kleine Bachelorarbeit, das ist eine Praxisarbeit, und da durfte ich dann in der Zeit auch über dieses Thema schreiben, im Bereich DevSecOps arbeiten, also Development Security Operations.

Das ist dann die Verknüpfung dieser drei Gebiete und ich sollte eben den Security-Teil in die Entwicklung und den Betrieb von der Applikation bringen. Und da gehörte dann auch Eigeninitiative dazu, eigene Organisation und ich musste eben ja Schwachstellen-Scanner einsetzen, um eben Codes zu überprüfen und das Ganze auch wiederum mit Schulungen für die Entwickler zu füttern. Und im Anschluss auch noch das Ganze aufbereiten für den Kunden. Also da gehörte einiges dazu und das halt eben sechs Monate lang mal am Stück zu machen, war auch eine tolle Erfahrung, weil davor, wie gesagt, man hat zwar drei Monate Einblicke ins Projekt, aber umso länger man natürlich dann am Stück arbeitet, desto mehr kann man auch machen.

Valeria: Okay, prima. Hand aufs Herz, aus eigener Erfahrung weiß ich es ja, ein duales Studium ist ja schon ganz schön fordernd. Wie war das denn mit dem Workload? Das war bestimmt nicht leicht, oder wie würdest du das einordnen?

Lukas: Ja, also es hängt sehr vom Semester ab, welche Module man natürlich hat, wie gut man mit denen auch klarkommt.

Grundsätzlich ist es aber wichtig eine konstante Organisation zu haben. Also man sollte wissen, okay, was erwartet mich jetzt im nächsten Semester? Vielleicht schon mal vorher prüfen, welche Module habe ich? Auch vielleicht schon mal ein Workbook anlegen, wo man seine Notizen drin sammeln möchte. Das kann einem schon mal etwas den Stress nehmen, wenn es dann startet.

Vielleicht auch schon mal die erste Dokumentation vorher angucken. Aber das Schwierigste ist eigentlich, wenn man am Ende die Klausuren dann schreibt. Das ist eben der Punkt bei diesen drei Monaten.

Die finden natürlich alle in den letzten zwei Wochen statt. Und dafür sollte man dann schon früh genug schauen, dass man anfängt zu lernen. Man hat natürlich zusätzlich dann Hausarbeiten oder auch mal Vorträge.

Die ersetzen dann ganz gerne mal eine Klausur. Das ist dann auch ein ganz netter Mix. Das kann dann auch mal mitten im Semester auftauchen.

Aber was halt auch dazukommt: Sobald dann die Klausuren abgeschlossen sind, hat man keine Semesterferien und hat nicht erst einmal einen Monat frei. Eigentlich geht es dann die Woche drauf direkt los mit der Arbeit. Da kann man natürlich dann seinen Urlaub nehmen, aber den will man sich vielleicht doch für Weihnachten oder für den Sommerurlaub aufheben. Also wirklich eine große Pause hat man da nicht.

Und das war auch der größte Unterschied, den ich gemerkt habe, wo ich mich ein bisschen geärgert habe, weil meine Freunde viel Zeit hatten. Die konnten auf Festivals gehen und ich hatte eine Klausur, die ich nicht schieben konnte und keine Semesterferien. Aber das ist etwas, womit man klarkommen muss.

Dafür hat man eben den Vorteil, dass man dauerhaft einfach einen festen Arbeitgeber hat, der einen bezahlt. Während die anderen mal drei Wochen in Asien waren, haben sie natürlich kein Gehalt von ihrem Arbeitgeber bekommen. Ich hingegen war da einfach anders aufgestellt.

Dana: Ja, das stimmt.

Wow, also das klingt nach ganz viel Erfahrungen, die du sammeln konntest, ganz viele Herausforderungen, die du hattest. Gab es denn – das würde mich jetzt mal interessieren – während dem Studium etwas, das dich vielleicht besonders überrascht hat? Vielleicht so ein Moment, in dem du dachtest, das hätte ich jetzt nicht so erwartet?

Lukas: Ja, also die größte Überraschung war eigentlich, wie groß der ganze Cyber-Bereich, Defense Intelligence-Bereich, bei uns, bei CGI, ist. Weil davor, wie gesagt, ich habe zwar in der Informationssicherheit gearbeitet, aber das Spektrum, was ich kannte, war sehr klein.

Und durch diesen Wechsel nach jeder Praxisphase habe ich immer weitere Bereiche kennengelernt. Das kommt alles mit der Zeit.

Und viele denken, ah, okay, du machst irgendwas mit Cyber-Security, dann machst du doch bestimmt Pen-Testing oder bist ein Hacker. Und dass man guckt, dass man in irgendwelche Systeme eindringt. Da hat irgendwie jeder dieses Bild. Und jeder will das auch irgendwie gefühlt machen.

Aber es gehört so viel mehr dazu. Und diese Erkenntnis, wohin ich mich überall bewegen kann, das war für mich wirklich die größte Überraschung. Und was eben auch noch dazu gehört, ich hatte vorher, als ich das Studium angefangen habe, gar nicht, also ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich so schnell wirklich einen eigenen Beitrag leisten kann.

Also, dass ich so schnell auch direkten Bezug zum Kunden bekomme. Weil es ist natürlich mal was anderes. In der Banklehre hat man einen kleinen Privatkunden, der sein Konto bei einem hat.

Und bei einem Unternehmen wie CGI arbeiten wir mit großen Unternehmen oder Behörden zusammen. Und das ist einfach nochmal ein ganz anderes Gefühl, wenn man da in Kontakt steht und Präsentationen vor Ort hält und einfach direkt in den Gesprächen ist. Das war etwas, was mich sehr überrascht hat und wo ich auch echt froh bin, dass ich da dieses Vertrauen bekommen habe.

Dana: Ja, tolle Erfahrung. Das klingt toll. Und wenn man dir so zuhört, merkt man richtig, eigentlich war das duale Studium genau das Richtige für dich.

Genau der richtige Weg. Gut, dass du dich nochmal umentschieden hast.

Lukas: Ja, ich werde oft gefragt, ob ich es bereue, dieses Hin und Her, diesen Wechsel.

Und ob ich nicht einfach direkt das duale Studium hätte machen wollen. Und ja, klar hätte ich mir etwas Zeit gespart. Aber das sollte einfach der Weg sein. Manchmal muss es auch der Umweg sein, der einen dann zum Ziel bringt.

Valeria: Du hast ja auch schon kurz den Bereich Defense erwähnt, in dem du ja jetzt aktuell tätig bist. Kannst du da noch ein bisschen mehr zu erzählen?

Lukas: Ja, klar. Genau, ich bin im Bereich Defense & Intelligence unterwegs, in dem Umfeld eher gesagt. Und da arbeite ich gerade auch für einen Defense Kunden.

Und da bauen wir ein Informationssicherheitsmanagementsystem auf. Das heißt, wir sind eigentlich dafür da, in der Organisation, Strukturen, Prozesse aufzubauen, um dann eben Sicherheitsanforderungen zu gewährleisten, dass diese erfüllt sind. Genau genommen sind das Sicherheitsanforderungen vom Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik, also BSI.

Haben vielleicht einige schon mal gehört. Und wir gucken eben, dass diese umgesetzt werden, prüfen, ob diese umgesetzt werden, dokumentieren das Ganze und sind eben dafür da, dagegen zu halten und ja, vielleicht sogar am Ende eine Zertifizierung zu erreichen. Aber das zeigt dann erst die Zukunft.

Und ja, es ist ein sehr tolles Projekt. Wie gesagt, bin ich auch schon länger mit drin und es macht wirklich sehr viel Spaß.

Dana: Und das klingt auch nach einer Menge Verantwortung.

Lukas: Ja, definitiv. Man merkt schon bei so einer einzelnen Entscheidung, bei einer einzelnen Anfrage, dass man selbst einen riesen Impact hat. Und man muss natürlich dann auch sich bewusst sein, wenn man so eine Entscheidung trifft, muss man das vor anderen Leuten auch rechtfertigen können und am besten auch das nötige Fachwissen haben.

Und am besten auch von der richtigen Meinung überzeugt sein. Ja, und dann eben seinen Punkt da vertreten. Aber es macht halt wirklich einen Unterschied.

Und vor allem, wenn man halt jetzt schon so gefestigt ist in so einem Projekt, dann ist es einfach noch mal leichter, daran tätig zu sein.

Dana: Ja, das glaube ich. Also das klingt alles mega spannend.

Jetzt hast du uns ja ganz viel mitgenommen auf deinem Weg, so Schritt für Schritt vom ersten Studium an der Uni über das duale Studium bis jetzt. Dein Einstieg in den Bereich Cyber Security fest. Wenn du auf die letzten Monate zurückblickst, was nimmst du denn für dich am meisten daraus mit?

Lukas: Einige Punkte. Also auf jeden Fall ist es wichtig, dass man auch eigenen Antrieb hat. Also man sollte sich einfach nur studieren, sondern mit Eigeninitiative da rangehen und auch das Beste daraus machen. Also ich sitze jetzt in der Hochschule und wenn ich da was gelernt habe, dann habe ich es gelernt, sondern man muss auch wirklich im Nachhinein nochmal was reflektieren, vielleicht auch zusätzlich noch ein paar Schulungen, Zertifikate machen.

Da hat mich auch CGI netterweise immer unterstützt. Aber das ist extrem wichtig, weil vor allem in so einem Sektor wie IT oder jetzt halt eben in der Cybersicherheit, man kann einfach nicht auslernen. Es ist so ein sich veränderndes Feld, da muss man einfach ständig dranbleiben.

Aus dem Grund ist einfach Interesse daran und auch wirklich Motivation in dem ganzen Thema extrem wichtig. Und was ich auch noch als Learning auch für alle weiteren dualen Studierenden oder auch sonstige Studierenden mitgeben kann, definitiv abstimmen mit den Kommilitonen. Es ist extrem hilfreich, wenn man einfach die Unterlagen mal austauscht, darüber redet, auch darüber spricht, okay, was habt ihr gelernt, was kann ich vielleicht noch verbessern.

Im Grunde macht man sich so wesentlich leichter, als wenn man jetzt einen Einzelweg geht. Das versuche ich jetzt auch mit den nachfolgenden Studiengängen weiterzumachen, dass wir da einfach das Wissen weitergeben und dann eben die Module noch besser abschließen zu können. Und auch natürlich, was die Praxisphasen angeht, die Organisation, das irgendwie dann mit an die Hand zu geben.

Dana: Ja gut, natürlich ändern sich vielleicht auch mal Lerninhalte, aber ich finde das echt super, ist ein toller Ansatz. Mehr auf Teamwork setzen, als jetzt Einzelgänger allein unterwegs sein und sich allein durchkämpfen wollen. Sehr schön, Lukas.

Wir kommen jetzt langsam zum Ende unserer heutigen Folge und zum Schluss unserer Folgen gibt es meistens einen kleinen Klartext-Check. Den würde ich natürlich jetzt auch gerne mit dir machen.

Deine Aufgabe ist, antworte einfach ganz spontan auf die Fragen, die ich dir jetzt gleich stellen werde. Und ja, dann schauen wir mal, was da rauskommt.

Lukas: Okay, ich bin gespannt. Es geht los.

Dana: Pass auf, Anzug oder Hoodie im Homeoffice?

Lukas: Ich würde sagen, der Mittelweg.

Ich bin nicht so der Hoodieträger, aber auch wenn man es vielleicht denkt durch die Lehre, auch nicht der Anzugträger. Bei kaltem Wetter vielleicht ein Sweater und bei wärmeren Temperaturen dann ein Poloshirt.

Dana: Ja, okay, sehr schön.

Lieber Lehrbuch oder Learning by Doing?

Lukas: Eher Learning by Doing, aber auch gestützt mit Fachwissen im Hintergrund und Lerninhalten. Ich habe tatsächlich in meinem gesamten Studium, glaube ich, kein richtiges Buch in der Hand gehabt. Wenn, dann vielleicht mal digitale Versionen und auch für die Arbeiten.

Aber definitiv Learning by Doing.

Dana: Sehr schön, gut. Was würdest du sagen, was schützt besser, Firewall oder Menschenkenntnis?

Lukas: Das ist ein interessanter Vergleich.

Also Firewall von Nöten sollte definitiv implementiert sein, aber die Menschenkenntnis ist am Ende meiner Meinung nach noch mal wichtiger, weil der Mensch ist da so ein großer Faktor. Das ist ein riesen Einfallstor. Also sollte man da auch die Kenntnis haben und da nochmal ein genaues Auge draufwerfen.

Dana: Auch mal um die Ecke denken, was man selbst vielleicht sonst nicht machen würde. Sehr spannend. Ja, meine Fragen sind heute ein bisschen fies.

Aber pass auf, das ist die letzte und jetzt wird es einfach, hoffe ich zumindest. Lukas in der Freizeit.

Lukas: Lukas in der Freizeit ist natürlich wie jeder ITler, spielt er gerne PC, hat auch seinen eigenen PC zusammengebaut.

Das gehört auch dazu, seitdem ich zwölf bin oder so. Und sonst noch die eher typischen Sachen, höre gerne Musik, gehe gerne auf Konzerte. Da aber alles von Rap, Hip Hop, elektronische Musik und sogar bis zu klassischer Musik im Orchester oder Oper.

Und natürlich auch, was ich einfach brauche zum Ausgleich, weil man sitzt ja sehr viel im Büro. Ich sitze den ganzen Tag eigentlich an meinem PC oder bei Meetings. Und da ist natürlich auch Sport wichtig, Fahrradfahren, Klettern, aber auch gerne hier mit meiner Freundin mal joggen gehen.

Also das spielt alles da bei mir rein.

Dana: Sehr schön Lukas. Es war ein prima Rundumblick nochmal auf dich, auf deine persönliche Sicht, auf deine persönliche Seite.

Total sympathischer Klartext-Check. Danke dir dafür. Dass du dich dieser Herausforderung gestellt hast.

Damit sind wir jetzt auch am Ende unserer heutigen Folge und es hat wieder richtig viel Spaß gemacht, kann ich sagen. Dir doch auch, Valeria, oder?

Valeria: Auf jeden Fall. Danke Lukas, dass du dir die Zeit genommen hast und potenziellen neuen Frischlingen, sage ich mal, einen kleinen Einblick gegeben hast in die Welt bei CGI.

Lukas: Gerne, gerne. Ich danke euch, dass ich dabei sein durfte und es hat mir echt Spaß gemacht.

Valeria: Und wenn ihr da draußen jetzt Lust bekommen habt, euch auch über das duale Studium bei CGI zu informieren, dann schaut gerne auf unserer Karriere-Website vorbei oder folgt uns auf LinkedIn und Instagram. Die Bewerbungsphase für einen Einstieg in 2026 läuft bereits auf Hochtouren tatsächlich.

Also geht los jetzt. Dann sind wir bald bei der Modulvorbereitung bei uns. Und natürlich abonniert unseren Podcast, damit ihr keine weitere Folge verpasst und lasst gerne auch eine Sterne-Bewertung da.

Bis zum nächsten Mal. Macht's gut. Ciao.

Dies war eine Produktion aus dem IT- und Business-Consulting-Podcast-Pool von CGI, eurem Audiohub für Expertise und Inspiration. Schön, dass ihr Zeit für uns hattet.

Wir freuen uns, wenn ihr bald wieder bei uns reinhört. Für Updates und weitere Inhalte besucht uns auf cgi.com.de oder folgt uns auf unseren Social-Media-Kanälen. Bis zum nächsten Mal.