Die Ausgangssituation
Auslaufende Zertifikate und Grenzen hardwarebasierter TI-Konnektoren
Die Johanniter standen im Bereich der Telematikinfrastruktur vor mehreren konkreten Herausforderungen. Die bestehende TI-Anbindung basierte auf hardwaregetriebenen Konnektoren, deren Zertifikate ausliefen und die damit zwingend abgelöst werden mussten. Gleichzeitig zeigten sich im laufenden Betrieb Einschränkungen in Stabilität, Flexibilität und Performance.
Die Notwendigkeit zum Handeln war zeitlich klar vorgegeben. Neben der Einhaltung der Zertifikatsfristen bestand der Anspruch, den laufenden Betrieb in den Einrichtungen nicht zu beeinträchtigen. Ziel war es daher, den technologischen Wandel im TI-Zugang kontrolliert umzusetzen und eine zukunftsfähige Alternative zu den bestehenden Hardware-Konnektoren zu etablieren.
Die Hauptmehrwerte sind eine einheitliche Technologie für den TI-Zugang, ein zentrales Management und eine deutlich höhere Performance im Vergleich zu den vorher eingesetzten hardwarebasierten Konnektoren.
Das Vorgehen
Umstieg auf eine zentrale Data-Center-Lösung mit TI-Gateway
Gemeinsam mit CGI setzten die Johanniter den Wechsel von dezentralen Hardware-Konnektoren hin zu einer zentralen Data-Center-Lösung mit dem CGI TI-Gateway um. Der Fokus lag darauf, eine hochperformante und stabile TI-Anbindung bereitzustellen und gleichzeitig den Übergang strukturiert zu gestalten.
Im Projektverlauf wurden zwei zentrale Meilensteine erreicht. Zunächst wurde das VPN-Gateway erfolgreich in Betrieb genommen. Anschließend erfolgte die Umschaltung der bestehenden Netze, sodass das gesamte Routing über das TI-Gateway geführt wurde. Diese Schritte bildeten die technische Grundlage für den neuen TI-Zugang.
Die Zusammenarbeit war von einem regelmäßigen Austausch geprägt. Nach dem initialen Kick-off fanden kontinuierlich Abstimmungen statt, sowohl vor Ort bei der Erstinstallation und Inbetriebnahme als auch in laufenden Touchpoints, um Herausforderungen zu besprechen und gemeinsam zu lösen.
Die Ergebnisse
Einheitlicher TI-Zugang mit mehr Stabilität, Performance und Flexibilität
Mit dem zentral betriebenen TI-Gateway verfügen die Johanniter heute über eine einheitliche Technologie für den Zugang zur Telematikinfrastruktur. Durch das zentrale Management und den Betrieb im Rechenzentrum konnte im Vergleich zu den vorher eingesetzten hardwarebasierten Konnektoren eine höhere Stabilität und Performance erreicht werden.
Die neue Architektur schafft zudem mehr Flexibilität und bildet die technische Grundlage für zukünftige TI-Dienste, etwa im Kontext der elektronischen Patientenakte oder weiterer Anwendungen, die höhere Bandbreiten und Durchsatzraten erfordern. Dadurch können Geschäftsabläufe und Prozesse im Versorgungsalltag beschleunigt werden.
Aus Sicht der Beteiligten leistet das TI-Gateway einen wichtigen Beitrag, um den technologischen Wandel im Gesundheitswesen aktiv mitzugestalten und den sicheren, zentralen Austausch medizinischer Informationen zu ermöglichen.