Ansgar Kaltwasser ist einer von vielen ehemaligen Soldaten, die direkt von der Bundeswehr in unser Unternehmen gekommen sind. Hier erzählt er, wie er diesen Schritt erlebte – und warum er dreizehn Jahre später noch immer glücklich darüber ist.

Wie war dein Werdegang, bevor du bei CGI angefangen hast?

Nach meiner Ausbildung bin ich über den Wehrdienst zur Bundeswehr gekommen. Ich habe mich dazu entschlossen, den Karriereweg des Feldwebels einzuschlagen, sodass ich sämtliche technische Ausbildungen genießen und meinen Meisterbrief machen durfte. Letztendlich war ich auch in mehreren Einsätzen und auf Übungen im Ausland, wo ich mein Fachwissen unter Beweis stellen konnte – und zwar immer im multinationalen Umfeld. Das war das, was mich gereizt hat: im NATO-Kontext sehr eng mit den anderen Nationen zusammenzuarbeiten. Prägende Erfahrungen waren sicher die Einsätze in Afghanistan. Dort hatten wir eine sehr große Verantwortung für die informationstechnische Ausstattung des NATO-Anteils im Regional Command South.

2013 bist du von der Bundeswehr in die freie Wirtschaft gewechselt. Wie hast du diesen Schritt erlebt?

Man kommt aus einer sehr kleinen, der Öffentlichkeit nicht immer transparenten Welt. Wenn man dann vor der Herausforderung steht, einen so signifikanten Jobwechsel anzustoßen, hat man davor durchaus Respekt. CGI hat mir aber einen hürdenfreien Wechsel ermöglicht. Ich kannte den Kundenkreis, die Tätigkeit, die Herausforderungen. Außerdem durfte ich sehr schnell feststellen, dass ich einen Arbeitgeber gewählt habe, der auf das Menschliche viel Wert legt und eine Atmosphäre schafft, in der man gut arbeiten kann. Nicht zuletzt habe ich erfahren dürfen, dass ich bei CGI ein Sicherungsseil habe – weil wir lange und sehr stabile Kundenbeziehungen haben und groß genug sind, um auch einmal der ein oder anderen Herausforderung entgegentreten zu können.

Du bist bei CGI im Bereich Defence & Intelligence. Was für Projekte betreut ihr dort?

Im Bereich Defence & Intelligence unterstützen wir die Bundeswehr und die NATO insbesondere bei der Sicherstellung ihrer Einsatzbereitschaft, vor allem im Umfeld von Führungs- und Informationssystemen. Gleichzeitig begleiten wir unsere Kunden intensiv bei der Digitalisierung, also bei der Modernisierung von Prozessen, IT-Architekturen und sicherheitskritischen Systemlandschaften.

Ein weiterer Schwerpunkt ist für uns die gesamtstaatliche Verteidigung, insbesondere im Kontext des Operationsplans Deutschland. Dabei schauen wir bewusst über den klassischen Defence-Bereich hinaus. Wir bringen die unterschiedlichen Fähigkeiten von CGI zusammen und nutzen die Fähigkeiten der verschiedensten Industriebereiche im Unternehmen, um einen ganzheitlichen Beitrag zur Gesamtverteidigung zu leisten.

Bist du als ehemaliger Soldat ein Exot bei CGI?

Nein, bei Weitem nicht! Das ist auch ein Grund, warum ich mich sehr schnell sehr wohlgefühlt habe. Von Anfang an hatte ich mit vielen Kolleginnen und Kollegen zu tun, die die Bundeswehr- und NATO-Welt sehr gut kennen, weil wir bei CGI einen hohen Anteil an ehemaligen Soldaten haben. Das, was man im militärischen Kontext vielleicht nicht so mochte, kann man hinter sich lassen. Gleichzeitig weiß man aber auch: Wenn man ins Fachsimpeln kommt, versteht der andere sofort, was man sagt. Das hat massiv dazu beigetragen, dass ich einen sehr einfachen Übergang hatte.

Wie werden ehemalige Soldatinnen und Soldaten bei CGI aufgenommen?

Als ehemaliger Soldat wird man bei CGI mit viel Verständnis und einem gewissen Vertrauensvorschuss empfangen. Wir sind froh, die Expertise im Unternehmen zu haben. Gleichzeitig wissen wir aus der eigenen Erfahrung, wie schwer dieser Schritt sein kann, und können ihn vernünftig begleiten. Das hat mir damals auch sehr geholfen, schnell in der neuen Welt anzukommen.

Wie verlief dein bisheriger Karriereweg bei CGI?

Ich konnte meinen Karriereweg selbständig mitgestalten. Dabei konnte ich sehr viel aus meiner militärischen Ausbildung mit einbringen – zum einen in Form der technischen Fähigkeiten, aber gerade auch im Bereich der Führungsverantwortung.

Mein Karriereweg bei CGI war sehr dynamisch und von viel Vertrauen geprägt. Ich bin relativ zügig vom Systemadministrator in die Projektleitung gewechselt. Parallel dazu konnte ich mich über den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr gezielt weiterbilden und habe bei CGI früh die Möglichkeit bekommen, Projekte in Hauptverantwortung zu übernehmen. Dabei war ich auch international im Einsatz, unter anderem in Bulgarien und Belgien, und habe dort Projekte im NATO-Kontext geleitet. Das hat mich fachlich wie persönlich noch einmal geprägt.

Im nächsten Schritt durfte ich ein Team übernehmen und wurde Director Consulting Services. Hier konnte ich meine Erfahrungen in der Menschenführung weiter ausbauen und Verantwortung nicht nur für Projekte, sondern auch für Mitarbeitende übernehmen.

Heute bin ich Vice President Consulting Services und trage die Gesamtverantwortung für rund 95 Mitarbeitende in fünf Teams. Diese Rolle erfüllt mich besonders, weil ich strategische Verantwortung mit der Weiterentwicklung von Menschen verbinden kann und genau das macht mir sehr viel Freude.

Was schätzt du heute besonders an CGI?

Ich bin seit rund dreizehn Jahren im Unternehmen. Das zeigt schon, dass ich sehr zufrieden bin. Ein Grund dafür ist ganz klar die Atmosphäre im Unternehmen und vor allem im Bereich Defence & Intelligence. Wir haben eine sehr flache Hierarchie, und dadurch entstehen keine künstlichen Hürden. Ideen können offen angesprochen werden, Entscheidungen werden pragmatisch getroffen und man begegnet sich auf Augenhöhe.

Was ich besonders mag: Wir arbeiten nicht nur zusammen, wir lachen auch zusammen. Bei Ausschreibungen fiebern wir als Team mit, wir freuen uns über gewonnene Beauftragungen und feiern genauso den erfolgreichen Abschluss von Projekten. Dieses gemeinsame Erleben von Erfolgen schweißt einfach zusammen. Genau das gibt mir eine große Arbeitszufriedenheit und sorgt dafür, dass mir das Aufstehen am Morgen ehrlich gesagt ziemlich leichtfällt.

Des Weiteren steht für uns ganz klar das Ziel im Vordergrund, Hilfestellung für den Kunden zu generieren. Dadurch, dass wir einen hohen Anteil von ehemaligen Militärs haben, versteht jeder, dass der Output einen Mehrwert für den Kunden darstellen muss. Man geht nie so ganz aus dem militärischen Bereich weg und hat hier eine Chance, ihn mitzugestalten. Wenn ich sehe, dass wir Mehrwerte für den Kunden schaffen, gibt mir das ebenfalls eine berufliche Zufriedenheit.

Vielen Dank für das Interview, Ansgar. Wir wünschen dir weiterhin viel Freude und Erfolg!