Darmstadt, Bochum, 08. April 2022

Im Auftrag der Europäischen Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten (EUMETSAT) setzt CGI mit Partnern modernste Big-Data- und Cloud-Technologien ein, um aus den komplexen Datenströmen der EUMETSAT-Erdbeobachtungsprogramme relevante Informationen aus dem All zu gewinnen. Damit können bessere Wetteranalysen und präzisere Vorhersagen des Klimawandels getroffen sowie Maßnahmen bei Naturkatastrophen effizienter unterstützt werden.

Täglich erfassen hochauflösende Sensoren in EUMETSAT-Wettersatelliten wie Meteosat und Metop sowie in Satelliten wie Copernicus, dem Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union (EU), eine immense, stetig wachsende Menge von Daten und Bildern der Atmosphäre, des Klimas, der Ozeane und des Bodens unseres Planeten. Die EU hat daher EUMETSAT beauftragt, diese Daten einem breiten Nutzerkreis einfacher verfügbar zu machen und deren Auswertung zu erleichtern. Zukünftig sollen sowohl nationale Wetterdienste als auch wissenschaftliche Einrichtungen, europäische Unternehmen sowie nationale und internationale Regierungsstellen diese Daten nutzen können.

Die aus der vielfachen Verarbeitung der Daten gewonnenen Informationen sollen dabei unterstützen, den Klimawandel besser zu verstehen und auftretende Flutkatastrophen, Waldbrände oder Extremwetterlagen genauer zu erfassen, um deren Auswirkungen auf Logistik, Städtebau, Energieversorgung oder Agrar- und Wasserwirtschaft verständlicher zu machen und entsprechende Handlungsempfehlungen abzuleiten. Zuletzt konnten dank dieser Daten beispielweise verbrannte Bodenflächen in Griechenland, Rauchfahnen von Waldbränden in Russland oder auch die verheerenden Überschwemmungen in Westeuropa besser eingeschätzt und schnellere Hilfeleistungen ermöglicht werden.

Analysen und Visualisierung erleichtern die Nutzung

Für die Aufbereitung der Daten arbeitet EUMETSAT eng mit CGI und seinen Partnern zusammen, um das Portfolio an Datenzugangsdiensten zu verbessern. CGI nutzt dabei Big-Data- und Cloud-Technologien, um sowohl historische als auch aktuelle Satellitendaten und deren Metadaten bereitzustellen. Die Daten und daraus gewonnenen Informationen sind über ein Web-Portal oder alternativ über eine API zugänglich. Die Big-Data-Technologie unterstützt auch beim Projekt EUMETView NG (Next Gen), das die Satellitendaten zum besseren Verständnis in Form von Karten, Videos oder Zeitreihen visualisiert. So kann beispielsweise die Entwicklung der Eisschilde an den Polkappen dynamischer dargestellt werden.

„Durch die Bearbeitung und Visualisierung der EUMETSAT-Daten sind die Ergebnisse für einen breiten öffentlichen Nutzerbereich zugänglich und verständlich“, kommentiert Dr. Alen Berta, Executive Consultant im Bereich Space und Head of Advanced Analytics Knowledge Hub der AI & Smart Data Practice bei CGI in Deutschland. „CGI liefert damit einen wichtigen Beitrag zum Verständnis des globalen Klimawandels und unterstützt bei dessen Schadensminimierung.“

CGI liefert seit über 40 Jahren komplexe, missionskritische Raumfahrtlösungen für Kunden in Europa, Asien und Nordamerika, welche die Satellitennavigation, Kommunikation sowie den Missionsbetrieb bis hin zu weltraumfähigen Anwendungen unterstützen.