Was steckt wirklich hinter SAP-Jobs bei CGI? Lea erzählt, welche Chancen, Rollen und Entwicklungsmöglichkeiten das SAP-Umfeld bei CGI bietet. 

Von Dana SchillingValeria Feist und Lea Gruschka.


 

Was im SAP-Umfeld bei CGI wirklich zählt

In dieser Folge von Klartext, dem Karriere-Podcast von CGI, sprechen Dana und Valeria mit Lea über ihren Arbeitsalltag als Director im SAP-Umfeld bei CGI. Lea gibt Einblicke in ihre Rolle zwischen SAP-Beratung, Projektarbeit, Kundenkommunikation und Teamverantwortung und zeigt, wie vielfältig Karrierewege im Bereich SAP sein können.

Dabei wird schnell klar: Den einen klassischen SAP-Job gibt es nicht. Je nach Erfahrung, fachlichem Hintergrund und technischem Interesse können SAP-Rollen ganz unterschiedlich aussehen - von SAP Consulting, Projektmanagement und Prozessberatung bis hin zu IT-Architektur, Datenmigration, Schnittstellen, Customizing und Cloud-Technologien.

Ein zentrales Thema der Folge ist der Einstieg ins SAP-Umfeld. Gesucht werden unter anderem Menschen mit betriebswirtschaftlichem Verständnis, technischem Know-how, Projektwissen und der Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge zu strukturieren. Besonders gefragt sind Profile in Bereichen wie Finanzen, Einkauf, Logistik, Produktion, Personal, IT-Architektur und Migration. Aber auch für Menschen, die keinen komplett geradlinigen technischen Lebenslauf mitbringen, bietet das SAP-Umfeld zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. Lea macht deutlich, dass es nicht das eine perfekte Profil gibt. Entscheidend sind Neugier, Lernbereitschaft, Prozessverständnis, IT-Grundwissen und Kommunikationsstärke.

Zum Abschluss gibt Lea einen klaren Rat an alle, die SAP spannend finden, aber noch unsicher sind: nicht von anderen ausbremsen lassen, Interesse zeigen und einfach anfangen.

 

Transkript 

Zum Nachlesen: das vollständige Gespräch mit Sprecherwechsel

Begrüßung [00:27 – 01:26]

Dana: Herzlich willkommen bei Klartext, dem Karriere-Podcast von CGI. Heute schauen Valeria und ich uns einen Bereich an, der bei vielen Unternehmen das Rückgrat bildet, nämlich SAP.

Dana: Aber was steckt eigentlich hinter den Jobs? Welche Rollen gibt es bei CGI zum Beispiel im SAP-Umfeld und welche Skills braucht man wirklich? Ja, und dafür haben wir uns heute Verstärkung geholt. Unsere liebe Kollegin Lea ist bei uns und gibt uns einen Einblick in ihren Alltag im SAP-Umfeld.

Valeria: Ganz genau.

Valeria: Aber nicht nur das. Sie stellt sich selbstverständlich, wie immer, und alle Gäste auch unseren Klartext-Check.

Dana: Genau, definitiv.

Dana: Und darauf freue ich mich ja auch schon ganz besonders, Valeria. Aber, naja, erst mal eins nach dem anderen. Schön, dass du da bist, Lea.

Dana: Vielen Dank, dass du heute unser Gast bist und uns mehr über die SAP-Jobs bei CGI erzählst.

Lea: Super, hallo ihr beiden. Vielen lieben Dank für die Einladung. Ich freue mich total, dass ihr mich eingeladen habt und wir uns hier zusammensetzen und ein bisschen über das SAP-Umfeld sprechen können.

Wer bist du und was genau machst du bei CGI? [01:27 – 03:23]

Valeria: Ja, wir freuen uns ebenso. Danke, dass du heute dabei bist.

Valeria: Wir und die Zuhörerinnen und Zuhörer sind aber natürlich erst mal ganz neugierig, etwas mehr über dich zu erfahren. Erzähl doch mal gerne, Lea, wer bist du und was genau machst du bei CGI?

Lea: Super gerne. Ich bin Lea. Ich arbeite bei CGI im SAP-Umfeld jetzt seit ein paar Monaten. Meine Rolle bewegt sich zwischen Beratung, Projektarbeit, Teamverantwortung. Namentlich bin ich als Director unterwegs.

Lea: Das heißt, ich bin einerseits nah am Kunden und begleite das Thema SAP sowohl fachlich als auch organisatorisch und habe neben dem Ganzen auch die Verantwortung für ein Team und sorge dafür, dass wir als CGI auch intern gut vom Know-how und vom Skillset ausgestellt sind. Was mir an meiner Rolle total gefällt, ist diese Mischung. Also ich habe technische und fachliche Themen, ganz viel Kommunikation.

Lea: Es geht ganz viel auch um Abstimmung, um die Frage, wie Zusammenarbeit und wie auch gute Abstimmung gelingen kann. Und die SAP-Beratung für mich bedeutet vor allen Dingen nicht nur technisch ein System in Tabellen und Codes zu verstehen, sondern vor allen Dingen die Prozesse. Also wie kriegen wir gemeinsam Lösungen hin und wie schaffen wir das, dass für unsere Kunden und für Firmen der Alltag wirklich gut funktioniert.

Lea: Beruflich bin ich inzwischen schon eine ganze Weile im SAP-Umfeld unterwegs und habe dabei gemerkt, wie vielfältig der Bereich ist. Also er hat ganz viele verschiedene Facetten, die man auch fast täglich mit einbringen darf. Und dabei ist es für mich ganz, ganz wichtig, dass ich halt privat irgendwie einen Ausgleich schaffe und von diesem ganzen Projektalltag auch nach draußen und Bewegung und andere Menschen habe und den Kopf frei bekomme, mal auf Reisen gehe und andere Dinge sehe.

Dana: Sehr schön. Das klingt super spannend.

Wie bist du zum Thema SAP gekommen? [03:24 – 05:58]

Dana: Du hast gesagt, du machst das schon eine ganze Weile. War das denn von Anfang an dein Plan, also Richtung SAP zu gehen oder hat sich das eher so bei dir ergeben?

Lea: Nee, gar nicht. Also das wäre schön, wenn man so den einen großen Master-Plan für das Leben gehabt hätte und alles läuft sauber und der Reihe nach.

Lea: Das stelle ich immer wieder fest, wenn man so Menschen aus dem ganzen Technik/SAP-Umfeld trifft. Die wenigsten haben so einen sehr geradlinigen Verlauf und das Thema immer mitgenommen. Ich bin nicht morgens wach geworden und habe gesagt, so jetzt werde ich SAP-Beraterin.

Lea: Ich hatte halt verschiedene Berührungspunkte von vornherein mit Technik, auch während meines Studiums. Ich fand das immer sehr spannend, habe mich auch immer für die Funktionsweise begeistern können. Von anderen Themen habe ich mich auch ganz ehrlich getrennt.

Lea: Also auch so Themen, wo ich von vornherein im Studium gelernt habe, das ist nicht meins. Das mag ich auch nicht umsetzen. Aber die Struktur hat mich immer begeistert. Also dieses Prozess- und Kundenthema im Sinne von, wenn man irgendwo anfängt und man hat einfach nur einen Auftrag, wie entwickle ich daraus einen Plan, einen Aufbau, einen Projektablauf.

Lea: Und mit diesen ersten Berührungspunkten ist mir schon klar geworden, okay, das SAP-Umfeld ist sehr, sehr vielseitig. Ich bin also auch nach meinem Studium eine Zeit direkt in der SAP gewesen, hatte die Möglichkeit, also auch in Waldorf, die Zentrale mal von innen zu sehen - was super interessant ist, wenn man den Hersteller nicht nur vom Namen und vom Marketing her kennt, sondern auch vom Innenleben mal betrachten kann, so ein bisschen die Mentalität und die Arbeitsweise kennenlernt. Und da habe ich halt schon festgestellt, das sehr große technische, erschlagende, auch die Masse an Informationen und Modulen ist im ersten Moment schwer greifbar, wird aber besser verständlich auf Dauer, wenn man sich an den Themen versucht zu orientieren, die man so mitbringt.

Lea: Bei mir war das die Finanzbrille. Ich komme mit einer Finanzbrille. Und sich dann über so Fragen nähert: Wie laufen Prozesse? Was sind so klassische Probleme? Was wird beim Kunden auch immer wieder vielleicht zur Hürde, was wird auch immer wieder als mögliche Lösung anzubieten sein?

Lea: Und so habe ich mich da ganz stückweise in das ganze Thema reingearbeitet. Aber auch nicht nur. Also ich habe auch zwischendurch einen Abstecher in die Industrie gemacht und neben der Beratung mal die Perspektive gewechselt und war quasi der Inhouse-Mensch, der Berater sucht und einstellt.

Lea: Und auch das merke ich jetzt, ist super hilfreich.

Welche Rollen gibt es im SAP-Umfeld bei CGI? [05:59 – 10:17]

Valeria: Ja, vielen Dank. Da hast du auch schon tatsächlich in die nächste Frage ein bisschen reingegriffen mit der Vielfältigkeit.

Valeria: Also vielleicht kennst du es auch aus deinem Umfeld. Viele können sich ja unter SAP-Jobs erst mal gar nicht so viel vorstellen, weil es ja eben so vielfältig ist und es eben viele Module gibt, wie du sagst. Und es kommt an vielen Stellen einer Organisation zum Tragen.

Valeria: Kannst du uns denn einen groben Überblick geben, welche Rollen es bei CGI aktuell in dem Umfeld gibt, beziehungsweise welche Rollen du auch vielleicht für dein persönliches Team gerade suchst?

Lea: Ja, gerne. Da sagst du einen ganz wichtigen Punkt. Den einen SAP-Job, den gibt es gar nicht.

Lea: Also man kann nicht sagen, ich mache jetzt einen SAP-Beratungsjob und damit habe ich eine Definition. Das Umfeld ist sehr groß. Ich glaube, man tut sich am leichtesten damit, wenn man sowohl die Erfahrung in Jahren als auch Bereiche fachlich gliedert.

Lea: Ich glaube, das können sich viele, die irgendwie aus dem großen Umfeld der Produzierenden oder auch technologischen Unternehmen kommen, gut vorstellen. Wir reden insgesamt immer über Themen wie Finanzen, über Einkauf, über Logistik, über Produktion, über Personal oder auch angegliederte Fachbereiche. Und selbstverständlich hat die SAP als Standardsoftware-Hersteller für jeden dieser Bereiche ein sogenanntes technisches Modul entwickelt.

Lea: Und das Zusammenspiel auch auf der Projektleiterebene, der diese Themen orchestriert in der Umsetzung und Implementierung, muss natürlich reifen - in vielleicht auch so Themen, die für Menschen jetzt am Berufsanfang ganz interessant sind und sagen, okay, vielleicht möchte ich aber auch als Projektmanagement-Assistenz oder auch als Junior einsteigen. Dann ist es immer gut, wenn man zusätzlich zu dem rein technischen Wissen auch eine fachbereichsbezogene Perspektive mitbringen kann. Ein Projekt z.B., das bereichert ungemein, weil man einfach auch die Kunden besser versteht. Die Frage, wie sind so Prozesse und wie das Ganze auch abgebildet ist, bringt uns nah dran an das, was ich auch gerade in meinem Team sehe.

Lea: Also auch wir sind bei CGI auf der Suche nach fachbereichsbezogenem Know-how. Wir suchen aber auch aktuell die, die auch die Zusammenhänge, auch das Verknüpfen der verschiedenen Daten gut gliedern und gut strukturieren können. Menschen also für den Überblick. Das sind bei uns dann ganz klassisch, wie am Markt üblich, die sogenannten IT-Architekten oder auch die Migrationsexperten. Also Menschen, die sich die technischeren Rollen zu eigen gemacht haben und sagen, okay, um ein Beispiel zu nennen: in der Entwicklung, ich bin mit Know-how im Codieren, auch speziell vielleicht im Python, ABAP und dem SAP-nahen Umfeld unterwegs und kenne mich mit der Übertragung alt- und Neu-Daten, Datenmigration aus mit verschiedenen Systemlandschaften, mit verschiedenen Möglichkeiten, wie ich Drittanbietersysteme anbinde.

Lea: Das ist dann so die technischere Brille weg vom Prozess. Und das merkt man natürlich dann auch in der Aufgabenaufteilung auf den verschiedenen Rollen. Also man braucht in jedem Fall ein gutes Prozessverständnis und ein technisches Grundverständnis, aber wie tief man dann in den Fachbereich oder die IT reingeht, so als dritter Part, das ist dann einem meistens selbst überlassen.

Lea: Und ich finde gerade das Spannende bei CGI ist halt das Karrieremodell, weil es nicht nur auf die fachlich-technische Art und Weise einen Aufstieg geben kann und man sich weiterentwickeln darf, sondern wir auch eine komplette Karriereschiene haben, die sich fachlich auf diese Bereiche stützt, ohne dass man irgendwann zwingend auch Teamführung, Koordination im internen CGI-Gefüge ausführen muss. Da gibt es ja auch gute Gründe, warum Kollegen sagen, sie möchten sich lieber auf ihre fachliche Expertise stützen und das ausbauen. Und so haben wir auch eine Expertenschiene.

Lea: Ihr merkt schon beim Erzählen, wir suchen gerade an verschiedensten Stellen verschiedenste Profile, aber im Besonderen auch Menschen, die sich damit sehr begeistern können, dass sie einen Schwerpunkt in der Breite umsetzen und den auch verknüpfen mit angegliederten Systemen und Themen.

Welche Chancen haben Quereinsteigende und welche Skills sind wichtig? [10:18 – 20:17]

Valeria: Okay, also hattest du jetzt quasi auch schon erwähnt, dass die Rollen dementsprechend auch sehr vielfältig sein können vom Erfahrungsschatz. Würdest du denn sagen, es gäbe sogar Chancen für Quereinsteigende, beziehungsweise auf welche Skills würdest du da dann schauen?

Lea: Ja, also es gibt absolut nicht das eine perfekte Profil.

Lea: Was besonders wichtig ist, meiner Erfahrung nach, dass ich schon lange, viele Jahre in allen möglichen SAP-Projekten ist, dass wenn man sich um Transformationen bemüht, man sich zwar in einem SAP-Umfeld gut auskennen sollte, das aber auch stückweise aufbauen kann. Also man braucht irgendwo einfach einen Angriffspunkt, wo das eigene Wissen reicht, um ein Netz aus Wissen weiterbauen zu können. Und da ist es relativ marktunabhängig, ob das jetzt tatsächlich Lagerwirtschaft ist, ob das Finanzen ist oder so.

Lea: Man muss aber die Neugier mitbringen. Das ist das Wesentliche. Also da was Neues lernen zu wollen, sowohl in den umgegliederten Fachbereichen, in die man vielleicht auch reinschnuppert mit dem eigenen Prozess und auf der anderen Seite aber auch sich um neue Technologien zu kümmern.

Lea: Also ganz berühmt ist natürlich jetzt gerade auch überall zu finden die Veränderung von dem sogenannten R3-System auf HANA-Umfelder im Ganzen, wobei wir heute ja auch feststellen, auch das Thema AI an allen Stellen ist auch SAP-nah. Also auch da, was so in den Medien gerade an moderner Technologie kommt, wird auch die SAP-Welt nicht unberührt lassen und lässt sie auch gerade schon nicht unberührt. Und da sind wir natürlich auch angewiesen auf Kollegen und auch auf Neueinsteiger, die uns zeigen, hey, wir sind neugierig, wir möchten weitergehen, wir möchten vielleicht auch Prozesse, die wir in der Praxis auch aus anderen Inhouse-Stellen gemacht oder vertreten haben, mit einbringen.

Lea: Ist also auch gar kein Problem, wenn man vielleicht eine Zeit lang mal SAP gemacht hat und sich dann eine andere Fachbereichsstelle gesucht hat und dann wieder zurück in die Beratung gehen möchte. Habe ich zum Beispiel auch gemacht. Auch das ist normal und üblich.

Lea: Manchmal sogar von Vorteil, weil es einen Perspektivwechsel ermöglicht. Genauso Menschen, die sagen, oh, ich habe zwar ein großes IT-Hintergrundwissen, auch vielleicht aus dem SAP-Umfeld und möchte aber jetzt mehr in eine fachbereichsbezogene Prozessorientierung. Auch das ist möglich.

Lea: Die Frage ist halt, was bringt man selber an Neugier, an Erfahrung, an Ideen mit? Und kann man uns einfach zeigen, dass man auch was Neues machen möchte?

Dana: Vielen lieben Dank für die Einblicke, Lea. Das klingt, wie erwartet, sehr vielfältig, bunt, offen auch für die unterschiedlichsten Hintergründe/ Profile. Sehr, sehr schön und klingt auch nach vielen Einstiegsmöglichkeiten für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer.

Dana: Jetzt verrat uns doch aber mal, was hat dich denn im SAP-Umfeld am meisten überrascht?

Lea: Ja, ich muss ja gestehen, ich habe mich selbst sehr schwergetan mit dem Thema Technik, weil ich das Gefühl lange Jahre hatte, während der ersten Berufsjahre und auch des Studiums, das hätte was mit Codierungen zu tun und man müsse unbedingt sich mit Codiersprachen auskennen.

Dana: Ist das nicht so?

Lea: Man darf das wissen, im Sinne von: man kann es verstehen, wenn man es sieht, aber man muss es selbst nicht unbedingt anwenden und umsetzen können.

Lea: Was schon mal wesentlich für mich der Schritt war zu sagen, Technik ist also gar nicht nur mit der Abbildung in der Datenbank verbunden, sondern geht den Schritt weiter auf: Wie setze ich es um, gegenüber dem Benutzer? Wie sieht es auch aus gegenüber dem Benutzer und was kann ich in dem Prozess alles entwickeln?

Lea: Und ehrlich gesagt ist das so das größte Überraschungsfeld der letzten Jahre meiner Berufslaufbahn. Dass ich gelernt habe, wie komplex es ist. Und wie man technische Zusammenhänge jemandem verständlich darstellen kann, wie schwierig es sein kann, komplett ohne den technischen Hintergrund Menschen vor sich sitzen zu haben, die gar keine Ahnung haben und denen man dann aber diese Welt in sehr einfachen, klaren Strukturen näher bringen darf und ein Austauschformat findet und eine Schulungsart, die trotzdem Begeisterung entfacht und die einfach so einem Mitarbeiter zeigt, okay, du bist jetzt in einem Projekt und du hast gerade vielleicht ein gewisses Maß an Unsicherheit bei dir, aber guck mal, wie toll und schön Technik sein kann und wie viel einfacher dein Tag auch dadurch wird.

Lea: Und man braucht ein bisschen Ausdauer, weil nicht jeder Mensch ist von Veränderungen sofort begeistert. Aber die Art, wie Menschen mit Veränderungen umgehen und gerade bei Standardsoftware, wie viele Möglichkeiten die SAP trotzdem bietet, einem Unternehmen in den Eigenarten gerecht zu werden, finde ich immer wieder spannend und macht in jedem Projekt wieder Spaß.

Dana: Ja, das stimmt. War ich auch selbst schon mal in so einer Situation, wo ich tatsächlich gedacht habe: Umstellung auf SAP, das ist ein ganz schön großer Change. Nicht nur für einen selbst, sondern für die gesamte Organisation, für das gesamte Team.

Dana: Also Hut ab an jeden, der da in die Projektleitung reingeht und das auch aus Beratersicht mit begleitet. Finde ich sehr spannend.

Dana: Was würdest du denn sagen, was macht denn den Einstieg bei CGI im SAP-Umfeld besonders? Wie unterstützt ihr euch vielleicht auch gegenseitig? Wie werden neue Kolleginnen und Kollegen im SAP-Umfeld unterstützt und eingearbeitet?

Lea: Also ganz wichtig, man wird nicht von vornherein ins kalte Wasser geschmissen.

Lea: Vollkommen egal, auf welcher Rolle man jetzt anfängt, ob man als Anfänger oder als Lead Consultant, ob man als Director kommt – egal in welcher Rolle man zu uns kommt. Man kriegt in jedem Fall, und das habe ich auch selbst gemerkt bei meinem Anfang, nicht nur auf dem Papier oder versprochen, dass man Ansprechpartner hat. Nein, sie sind auch wirklich da und sie kümmern sich.

Lea: Also das Team ist wirklich sehr verfügbar, sehr offen in den Fragen und Antworten, sehr schnell auch schon auf Second Level und First Level Support, wenn es mal technische Fragen einfach in der Orientierung intern bei CGI gibt. War ich auch sehr positiv überrascht darüber. Wir sehen immerzu, dass wir erst mal ein Welcome in der Form von Ruhe bewahren. Wo sind wir? Was gibt es an Hardware? Wie findet man sich zurecht? Und das möglichst strukturiert rüberbringen, dass jeder sich auch abgeholt fühlt und auch insofern wohlfühlt, dass er zu jedem Ansprechpartner auch ein Gesicht, eine Persönlichkeit, auch einen Menschen vor Augen hat und den auch mal persönlich trifft.

Lea: Also wir nicht einfach nur irgendwo mal im Homeoffice irgendwas verteilen und dann so ein bisschen, wie sagte man früher, so eine Maulwurfsmentalität hat, man guckt mal raus und dann ist man wieder weg. Also da sind wir nicht nur bemüht, sondern das lassen wir einfach nicht zu, weil wir nicht wollen, dass Menschen sich alleingelassen fühlen, wenn sie zu uns kommen, weil sie sollen auch sofort Teil des Teams werden.

Lea: Auch das ist etwas, was uns aus meiner Beobachtung gut gelingt, neue Kollegen direkt mit einzubinden in Aufgaben und das zu dosieren, insofern als dass es je nach Schwierigkeitsgrad und nach Anforderungsprofil in den ersten Wochen dann sukzessive von Zurechtfinden über erste Aufgaben erledigen zu direkt den Projekteinstieg schaffen und dann möglichst auch schnell wieder das praktische Umfeld bekommen zu können, da auch in den Kundenaustausch zu gehen. Und da die Themen ja inhaltlich schon sehr komplex sind, die wir so in so einem Projekt bearbeiten, möchten wir auch nicht, dass die Kollegen da überfrachtet sind, sondern versuchen dann immer direkt Einarbeitung und interne Austauschformate und sowas zu ermöglichen, damit man auch sich neben der Praxis und neben dem Inhalt im Job so ein Bodygerüst zurechtstellen kann, wo man auch einfach persönliche Themen nochmal diskutiert.

Valeria: Prima, vielen Dank. Wenn wir jetzt auf die Anforderungen schauen, kannst du vielleicht nochmal grob zusammenfassen, welche Skills suchst du denn, wenn du jetzt in deinem SAP-Umfeld bei dir einstellst?

Lea: Also, was ich suche, ist der betriebswirtschaftliche Eintritt mit IT-Wissen. Das ist in jedem Fall gerade das, was wir besonders brauchen, also Menschen, die Prozesse übersetzen können, das berühmte Customizing vielleicht umsetzen können, Projektwissen mitbringen, die neben der Erfahrung in dem Wie setze ich ein Projekt um, auch Themen, die modernen Wie, vielleicht schon ein AI, ein Joule, ein S4HANA erkennen, sich mit Schnittstellen und auch mit Cloud-Technik vielleicht auskennen.

Lea: Das ist jetzt eine lange Reihe von Worten. Bitte nicht glauben, man muss alles davon beherrschen.

Valeria: Die Eier legende Wollmilchsau. Kennen wir ja.

Lea: Nein, es wäre schön, wenn man davon irgendwas im Lebenslauf hat oder zeigen kann, dass man sich damit schon mal beschäftigt hat, dass man das mitbringen kann und dass man auch zeigen kann, man hat verstanden, ein SAP-Projekt ist nicht schwarz-weiß.

Lea: Es gibt nicht die eine Lösung und das eine Konzept. Und darum sind wir auch nicht nur auf der Suche nach Menschen, die die perfekten Schulungsunterlagen mitbringen oder Zertifikate in großer Zahl oder so, sondern eher auch das praktische Verständnis haben. Die zeigen, ich kann es anwenden, ich habe es schon mal gesehen und ich bin auch in der Lage, das zu Kunden und zu meinen Kollegen strukturiert zu kommunizieren. Ich kann mich im Thema gut bewegen.

Lea: Das sind so die Themen, die man unbedingt mitbringen sollte und das auf den Hauptmodulen, auf den klassischen Kernmodulen oder auch auf der vorhin genannten IT-Brille mit IT-Architektur, Schnittstellen, Migration, das wäre total toll.

Dana: Wow, spannend! Viel, was man im Gepäck haben könnte, aber auch nicht muss, nicht zwingen zumindest.

Dana: So bleibt natürlich eine große Bandbreite an Möglichkeiten offen. Sehr gut.

Dein Arbeitsalltag und dein Rat an Interessierte? [20:18 - 23:46]

Dana: Lea, ich bin jetzt mal total gespannt und ich glaube den Zuhörerinnen und Zuhörern geht es ähnlich.

Dana: Wie sieht denn eigentlich ein normaler Arbeitsalltag bei dir oder bei dir im Team aus? Gibt es denn sowas wie einen typischen Arbeitstag?

Lea: Ja, das Wort normal ist schon toll. Schwierig. Es gibt natürlich die typischen Tage, man steckt sich da irgendwann selber seinen Rahmen.

Lea: Also gerade in meiner Rolle, muss ich sagen, ist es einfach Trumpf, ein gewisses Maß an Selbstorganisation mitzubringen und zu sagen, okay, ich bin meistens so zwischen halb acht und acht morgens irgendwo am Schreibtisch zu finden oder schon mal am E-Mails checken, aufräumen oder so. Also das ist so die normale Zeit, wann ich auch anfange. Gerne da auch irgendwie schon mal das Erste abarbeiten und wegschicken, dass mich dann nicht so vor dem ersten Termin oder mitten im ersten Termin die E-Mail-Flut überfällt.

Lea: Das ist nicht so meins. Da bin ich einfach lieber ein bisschen früher und lieber ein bisschen strukturierter. Geht häufig in den Themen um im Tagesgeschäft.

Lea: Wer hat was schon geplant? Wie sind die aktuellen Prioritäten? Welche Kolleginnen und Kollegen sind gerade vielleicht akut doch verfügbar und waren nicht verfügbar oder sagen vielleicht aus anderen Gründen, dass sie ihre eigenen Aufgaben nicht in der gewünschten Priorität abarbeiten können? Auch das kommt vor. Täglich Kundentermine sind natürlich normal Pflicht, ob es Abstimmungstermine sind im Projekt, ob es Kunden-Workshops sind, wo wir nochmal mögliche Einsätze vorstellen oder auch vielleicht eine Angebotsbearbeitung. Auch das ist Alltag.

Lea: Die Endzeit am Abend richtet sich dann eher danach, wie viel Energie ich noch mitbringe nach 18 Uhr weiterzumachen, was aber nicht der Normalfall ist und was eher mal so in die akuten Stoßzeiten fällt. Ansonsten versuche ich da Richtung Abend auch den Tag ganz normal ausklingen zu lassen. In dem Sinne ist es nicht ganz der klassische 9-to-5-Job, sondern mit viel Kommunikation über den Tag hinweg, mit viel Sprechen verbunden, was irgendwann auch mühselig werden kann, aber sehr viel Spaß macht.

Lea: Von daher muss ich sagen, ist der Alltag mit so vielen Themen gespickt, dass es eher so eine Zeitstruktur bietet, aber kein Was-mach-ich-wann.

Dana: Klingt gut. Hast du denn auch mehrere Projekte gleichzeitig laufen?

Lea: Im Moment ja.

Lea: Meistens ein, zwei Projekte, wo ich selber auch als Projektleitung unterwegs bin, wo ich auch selber Themen einordne, Menschen sortiere, vielleicht auch in der Konzeption, im Testen, im Migrieren, in allen Projektphasen, die es so gibt, bis hin zum Go-Life und auch zum Stabilisieren. Da bin ich überall mit involviert, wenn ich als Programmleitung tätig bin. Da gibt es meistens ein, zwei Kunden, für die ich das tue.

Lea: Dann gibt es Kunden, für die ich im Hintergrund bei uns das Account- oder Engagement- Management übernehme – also Dinge wie: Was braucht der Kunde?, Wie ist er in der Betreuung aufgehangen?, Welche Kollegen sind da gerade im Einsatz?, Was muss es noch an Abstimmung intern geben, damit wir da unseren entsprechenden Themen nachkommen können?. Auch das ist ein Feld, was ich mit abdecke. Und insofern habe ich immer mal mehrere Projekte gleichzeitig im Kopf.

Dana: Großartig. Klingt gut. Klingt nach Abwechslung.

Dana: Sehr schön. Großartig, Lea. Vielen lieben Dank für die vielen Einblicke.

Klartext-Check und Verabschiedung [23:47 - 28:50]

Dana: Lass uns doch jetzt zum Schluss nochmal zu unserem Klartext-Check kommen. Den haben wir ja auch schon angekündigt zu Beginn. Wir stellen dir ein paar Entweder-Oder-Fragen und möchten dich bitten, ganz spontan zu antworten, ob eher das eine oder andere auf dich oder deine Arbeit zutrifft.

Dana: Bist du bereit? Sehr gut. Valeria, du darfst starten.

Valeria: Yes. Der Kracher direkt zu Beginn:

Valeria: SAP - Love it or hate it?

Lea: Beides. Love it die meiste Zeit des Tages. Manchmal in der Art, wie es irgendwo verwendet wird.

Lea: Hate it eher selten. Hate it nicht. Manchmal eher so dieses „Huch, wo kommt das denn her?“ Das kleine Erstaunen zwischendurch.

Lea: Aber hate it ist es niemals, nein.

Dana: Sehr schön. Okay, dann schließe ich mich an.

Dana: Du hast es vorhin schon so ein bisschen durchklingen lassen. Customizing oder Coding?

Lea: Total gerne beides, aber total gerne nicht beides den ganzen Tag selbst tun und bitte nicht irgendwo in ganzer Breite. Dafür gibt es Menschen, die es wesentlich besser können als ich selbst.

Valeria: ECC oder S4 HANA?

Lea: S4. S4 HANA. Egal wo.

Lea: Viel Veränderung, viel Zukunft, viel Möglichkeit. Bitte weiter in die Richtung. Unbedingt.

Dana: Sehr gut. Okay, ein kleiner Klischee-Check: SAP ist trocken. Stimmt das?

Lea: Falsche Frage an den falschen Menschen. Ich bin im Kopf Buchhalterin. Das Thema trocken hat bei mir eine andere Konnotierung.

Valeria: Wie schaut es denn aus? Remote oder lieber beim Kunden vor Ort?

Lea: Beides gemischt und nichts zu lange einzeln am Stück. Also nur wochenlang remote, wird langweilig.

Lea: Nur beim Kunden ist vielleicht auch irgendwann nicht ganz meins. Gerne eine Mischung, immer viel Abwechslung. Das ist sowieso meins: viel Abwechslung! Dann bin ich dabei.

Dana: Jetzt wird es knifflig. Lea, dein typischster SAP-Moment?

Lea: Oh. Den gibt es in jedem Projekt.

Lea: Diese Woche hatten wir wieder mal einen davon. Man malt irgendwann Bilder. Wenn viele Menschen über viele Dinge sprechen und sie benutzen alle das gleiche Wort und merken nicht, sie reden eigentlich über unterschiedliche Themen, dann fängt man an, das mal aufzumalen und dann kommt so der Moment in einem Call oder in einem Gespräch, da ist dann Stille.

Lea: Man zählt im Kopf bis drei und dann gibt es immer die eine Person, die sagt, es ist ja gar nicht so schlimm. Und man denkt, stimmt.

Valeria: Jetzt auch eine ganz spannende Geschichte. Ein Buzzword, das du nie wieder hören willst.

Lea: Oh ja, QuickWin. QuickWin und Low Hanging Fruits sind das, was man am liebsten hört. Aber nein, mag ich nicht so gerne.

Valeria: Die Low Hanging Fruits kann ich auch bestätigen, muss ich sagen.

Dana: Gut, zum Schluss noch. Was würdest du jemandem sagen, der SAP spannend findet, aber noch unsicher ist, ob er oder sie genug Vorwissen mitbringt? Ganz kurz und knapp.

Lea: Sich bloß nicht ausbremsen lassen von der Meinung anderer Leute. Im Zweifel machen, worauf man Lust hat, sich für alles interessieren und irgendwo mal den Weg gehen und einfach anfangen, in welche Richtung man gehen will und es spannend findet. Und ich habe tatsächlich letztens mit jemandem gesprochen, der mal ChatGPT gefragt hat, was denn so ein Weg sein könnte und welche Schulungen dazu passen.

Lea: Auch das ist heute eine super Möglichkeit. Aber sich selber nicht einreden, man dürfe das nicht. Einfach anfangen, einfach machen.

Valeria: Ich wollte gerade sagen, das war schon eine schöne Lebensweisheit, nochmal mitgenommen, auf den Schluss.

Lea: Bisschen Kalenderspruch, aber stimmt.

Valeria: Kalendersprüche stimmen auch am Ende des Tages. Teilweise ist es so simpel.

Valeria: Das klingt nach einem sehr umfangreichen und erfüllenden Job. Vielen Dank nochmal, dass du uns den Einblick heute gegeben hast und lieben Dank, dass du unser Gast warst. Super.

Lea: Dankeschön an euch beide. Es hat viel Spaß gemacht. Es war total interessant.

Lea: Uns auch. Super, dass ich die Möglichkeit hatte, mal was aus meinem Alltag zu erzählen, auch wenn es gar nichts in dem Alltag gibt. Aber SAP-Beratung ist halt was.

Lea: Es lohnt sich, da mal reinzugucken. Ich freue mich jetzt, wenn viele sich angesprochen fühlen und sagen, ich ruf da mal an oder wir schicken unseren Lebenslauf.

Dana: Also wir sind begeistert.

Dana: Wir waren sehr interessiert hier dabei. Sehr schön. Danke, Lea.

Valeria: Und genau für diejenigen unter euch, die nun Interesse an einem Einstieg im SAP-Umfeld bei uns haben, schaut doch gerne auf unserer Karriere-Website oder unserem Jobportal vorbei. Hier ist sicherlich der passende Job für euch dabei. Und somit bis zum nächsten Mal bei Klartext.

Valeria: Macht's gut. Ciao. Tschüss.