Tobias Oberrauch beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Künstliche Intelligenz (KI), das er als Executive Consultant bei CGI voranbringt. Im Interview gibt er Einblicke in seinen Werdegang und seine Arbeit bei uns. Nicht zuletzt hat er ein paar gute Tipps für alle, die in der Beratungsbranche erfolgreich sein wollen.

Tobias Oberrauch, CGI
Tobias Oberrauch, CGI / Foto: Tobias Koch, tokography

Tobias, warum hast du dich für die Beratungsbranche entschieden?

Ich war vorher in einem E-Commerce-Unternehmen – und habe schon damals meine Kolleginnen und Kollegen oft unterstützt, indem ich zum Beispiel kleine Konzepte für sie geschrieben habe. Heute würde ich sagen: Das war klassische Beratung! Wenn ich eine Tätigkeit ausübe, möchte ich das machen, was mich erfüllt, und ich möchte niemals stehenbleiben. Deshalb habe ich eines Tages bei einem Institut eine Analyse erstellen lassen, welcher Beruf besonders gut zu mir passt. Das Ergebnis war eindeutig: Ich bin ein hundertprozentiger Berater.

Du bist als Consultant zu CGI gekommen. Wie ging es dann weiter?

Ich habe in kürzester Zeit den Senior-Consultant- und vor einigen Monaten den Executive-Titel erworben. Jetzt bin ich auf dem Weg zum Director. Das ist etwas, das mir bei CGI besonders gefällt: Wenn man sich wirklich anstrengt und verstanden hat, worauf es ankommt, wird der Titel schnell den eigenen Fähigkeiten angepasst.

Dein Herzensthema ist die KI. Wie bringst du diesen Bereich bei CGI voran?

Ich habe ein festes Ziel: Bis 2025 möchte ich, dass CGI zur Nummer 1 für KI-Beratung wird. Bei CGI kann ich auf ein riesiges Netzwerk aus Zehntausenden von Expertinnen und Experten zugreifen, mit denen ich mein Thema auf die nächste Stufe heben kann. Dabei ist unser Practice-Modell sehr hilfreich.

Was genau ist eine „Practice“?

Dort kommen Menschen, die sich für ein bestimmtes Thema interessieren, in einer strukturierten Art und Weise zusammen. Zum Beispiel gibt es bei uns eine Practice, die sich mit Quantencomputing beschäftigt – und mit der Frage, wie diese Zukunftstechnologie in die Gegenwart geholt und für unsere Kunden einsetzbar gemacht werden kann. In den Practices können wir vieles ausprobieren und uns zum Beispiel auch bei Zertifizierungen unterstützen. Wir motivieren uns gegenseitig, treiben uns ständig dazu an, Neues zu lernen und es sinnvoll für unsere Kunden einzusetzen.

Welche Aktivitäten stehen aktuell in eurer Practice AI & Data Intelligence an?

Wir haben unter anderem einen Kurs zu KI-Grundlagen entwickelt, den wir unseren Kolleginnen und Kollegen anbieten. Um das Thema auch nach außen zu tragen, setzen wir auf einen Dreiklang aus Podcasts, Meetup-Gruppen bzw. -Events sowie einem großen Event im November, bei dem wir noch einmal Revue passieren lassen, was in diesem Jahr passiert ist.

Geht es auch in deinem aktuellen Kundenprojekt um KI?

Noch nicht. Ich bin gerade in einem Projekt bei einem deutschen Automobilhersteller und dort vor allem im Frontend unterwegs. Unsere gemeinsame Strategie mit meinem Teamleiter und dem Projektleiter war, dass ich dieses Jahr KI-Themen platziere und dementsprechend auch durchführen kann. Der Kunde hat das Konzept jetzt abgesegnet, und wir können mit einem Projekt zur autonomen Produktion beginnen, bei dem ich KI-Algorithmen anwenden kann.

Das Beispiel zeigt: Wenn man ein bestimmtes Thema als Projekt beim Kunden durchführen möchte, sollte man bereit sein, die Extrameile zu gehen. Meine Empfehlung an alle, die in die Beratung einsteigen: Sucht euch frühzeitig ein Thema, bringt es voran, vernetzt euch! Dann werdet ihr – zunächst intern – als Expertin oder Experte wahrgenommen und für die Projekte nominiert, die am besten zu euch passen. Bei CGI bist du erfolgreich, wenn du wie ein Unternehmer im Unternehmen handelst und deinen eigenen Weg gestaltest.

Warum fühlst du dich bei CGI besser aufgehoben als zum Beispiel bei einem Start-up?

Es haben mich tatsächlich schon viele gefragt, warum ich nicht mein eigenes Start-up gründe und Geschäftsführer werde. Die Antwort ist ganz einfach: Ich mache ungern Dinge allein. Ich bin ein Teamplayer, der gemeinsam Erfolge feiert, gemeinsam durch Herausforderungen geht. Das ist meine Hauptmotivation. Ich lerne hier wundervolle Menschen kennen und kann mit ihnen gemeinsam Großartiges und Großes umsetzen.

Früher war mein Traum, in einem kleinen Beratungsunternehmen Partner zu sein. Aber dort hätte ich ein ganz anders Umfeld, müsste selbst in die Kaltakquise gehen. Bei CGI bietet sich mir die ideale Situation, dass ich bestehende Kundenkontakte mit meiner Erfahrung, meinem Portfolio beliefern kann.

Das klingt, als seist du aktuell sehr zufrieden ...

Das stimmt. Es hört sich vielleicht übertrieben an, ist es aber nicht: Mein aktuelles Projekt steigert meine Zufriedenheitskurve fast schon ins Unermessliche, weil ich einen sehr guten Draht zu den Mitarbeitenden beim Kunden habe. Dank meiner Erfahrungen, die ich bei CGI sammeln durfte, weiß ich, wie ich mit den Stakeholdern am besten reden kann, damit ich mein Thema optimal platziere.

Vielen Dank für das interessante Interview, Tobias, und weiterhin ganz viel Erfolg!