Nicht nur CGI feiert gerade Jubiläum, sondern auch viele seiner Mitarbeitenden. Karen Seifried ist seit zwei Jahrzehnten an Bord. Dem Unternehmen treu zu bleiben, fiel ihr nicht schwer: Immer wieder warteten neue spannende Projekte und Aufgaben auf sie. Heute hält Karen als Director Consulting Services alle Bälle in der Luft und leitet ein bunt gemischtes Team. Im Interview erzählt sie, wie sich ihre Arbeit als IT-Beraterin verändert hat, was Führung heute bedeutet und wer besonders gut ins Unternehmen passt.

„Mein Highlight: wenn Kunden ihre Begeisterung zeigen.“

Herzliche Glückwünsche zu deinem Jubiläum, Karen! Zwanzig Jahre sind eine lange Zeit.

Es kommt mir gar nicht so vor! Die Jahre sind schnell verflogen. Vor allem, weil meine Arbeit so abwechslungsreich ist. Bis jetzt habe ich 21 verschiedene Unternehmen beraten und die unterschiedlichsten Branchen kennengelernt: von der Automobilindustrie über die Energie- und die Pharmabranche bis hin zu Banken und Unternehmen aus der Fertigungsindustrie.

Was waren deine persönlichen Highlights?

Für mich sind das alle Momente, in denen Kunden ihre Begeisterung zeigen. Zum Beispiel, wenn es nach einem Proof-of-Concept heißt: „Das ist genau das, was ich wollte!“ Sehr schön ist es auch, wenn man sich bei einem Kunden einen so guten Ruf erarbeitet hat, dass er einen für weitere Projekte gewinnen und für neue Themen einsetzen möchte.

Ein besonderes Highlight war für mich, als wir 2020 einen Rahmenvertrag bei einem deutschen Automobilhersteller gewonnen haben. Ich habe das erste Projekt dort geleitet – ein Leuchtturmprojekt, auf das viele weitere gefolgt sind.

„Früher war man meistens beim Kunden – heute läuft vieles remote.“

Hat sich an der Art, wie du arbeitest, etwas verändert?

Sehr vieles! Zum Beispiel bin ich früher viel gereist – nach Bremen, Hamburg, Berlin, München oder Basel. Auch Derby in England war mal dabei. Das hat sich stark verändert. Bei uns hat man sehr früh die Philosophie verfolgt, dass die Consultants Kunden in ihrer eigenen Region betreuen. Von da an hatte ich nur noch Projekte hier in der Gegend – was gut zu meiner Lebenssituation passte, da ich in der Zwischenzeit Mutter geworden war. Hinzu kommt, dass man früher meistens direkt vor Ort beim Kunden war, während man heute vor allem remote arbeitet.

Wie haben sich deine Aufgaben im Laufe der Zeit weiterentwickelt?

In den ersten Jahren war ich BI Consultant und hatte die klassischen Aufgaben wie Dashboards erstellen oder Data Warehouses aufbauen. Dann ging es für mich immer mehr in Richtung Projektleitung. Agile Themen kamen hinzu, und ich war zum Beispiel als Proxy Product Owner tätig, also in einer stellvertretenden Rolle im agilen Projektmanagement. Seit 2023 bin ich Director Consulting Services, kurz: DCS.

„Ich möchte mein Team dazu motivieren, selbst zu gestalten.“

Worin liegen deine Herausforderungen als Director?

Als DCS muss ich viele Bälle gleichzeitig in der Luft halten und bin darüber hinaus in einem Kundenprojekt eingesetzt. Ich muss also immer priorisieren und sehr effizient sein. Da kommt mir vermutlich auch die Expertise zugute, die man als Mutter entwickelt: dass man alles, was wirklich zählt, organisiert bekommt. Mir ist wichtig, dass dabei das Menschliche nie auf der Strecke bleibt.

Als DCS hast du ein eigenes Team. Wie würdest du deinen Führungsstil beschreiben?

Ich möchte mein Team dazu motivieren, selbst zu gestalten. Mein Motto ist: mehr Leadership, weniger Management! Ich versuche, mein Team so aufzustellen, dass wir gemeinsam erfolgreich sind. Auch in einer Fußballmannschaft schießt keiner allein das Tor, sondern es sind alle daran beteiligt. Wir müssen zusammen die Ideen entwickeln und daran arbeiten. Ich sehe meine Aufgabe vor allem darin, das zu moderieren, zu pushen und in die richtigen Bahnen zu lenken – aber nicht darin, zu sagen, was und wie etwas gemacht werden soll.

In meinem Team arbeiten Menschen mit den verschiedensten Schwerpunkten: von Projektmanagement über Softwareentwicklung bis zu UX und Architektur – alles querbeet. Als Führungskraft habe ich nicht die Expertise, in all den verschiedenen technologischen Themen meiner Mitarbeitenden Entscheidungen zu treffen oder Ideen zu entwickeln. Das funktioniert heute nicht mehr.

„Was CGI ausmacht, ist die große Hilfsbereitschaft und Offenheit unter den Kolleginnen und Kollegen.“

Wer passt aus deiner Sicht besonders gut zu CGI?

Alle, die Lust haben, sich in Themen reinzufuchsen und die keine Angst haben, mal ins kalte Wasser zu springen und loszuschwimmen. Außerdem sollte man Spaß an Teamwork haben und sich auf andere einlassen können. Was CGI wirklich ausmacht, ist die große Hilfsbereitschaft und Offenheit unter den Kolleginnen und Kollegen – dazu sollte man bereit sein.

Was sind deine Pläne für die Zukunft?

Den Wandel mit AI erfolgreich für CGI, das Team und auch mich selbst mitzugestalten. Das ist schon eine enorme Herausforderung. Außerdem ist mir wichtig, dass mein Team wächst und sich weiterentwickelt. Und dass wir die Kunden weiter ausbauen – die Potenziale heben und Stellen finden, wo man helfen und wirken kann.

Wir wünschen dir dabei viel Erfolg, Karen! Danke für die interessanten Einblicke in deine Arbeit.