Anwendungsportfolios wachsen, Nutzererwartungen steigen und Transformationszyklen verkürzen sich. Die Folge: Klassische Application Management Services (AMS) stoßen zunehmend an ihre Grenzen.

KI erhöht Effizienz, Agilität und Skalierbarkeit von AMS. Sie fungiert wie ein weiteres Teammitglied, das Entscheidungen beschleunigt, Arbeitsabläufe vereinfacht und Wissen teilt – während sich Menschen auf die Überwachung, Validierung und anspruchsvolle Aufgaben konzentrieren.

Klare KPIs, Prüfprotokolle und nachvollziehbare Ergebnisse sorgen dabei für eine sichere Einführung, die auf die Unternehmensziele ausgerichtet ist.

Mit künstlicher Intelligenz lassen sich im Application Management Engpässe beseitigen, Risiken minimieren und schnell messbare Ergebnisse erzielen. Dabei sorgt ein „Human in the Loop“-Modell dafür, dass Lieferqualität und Vertrauen erhalten bleiben.

Prozessautomatisierung im großen Stil

KI-Agenten erkennen Anomalien, erstellen Tickets, schlagen Lösungen vor und beheben wiederkehrende Probleme automatisiert.

 

Wissenserschließung

KI transformiert implizites Fachwissen in wiederverwendbare Informationen, beschleunigt die Einarbeitung und verringert die Abhängigkeit von Fachleuten

Entscheidungsunterstützung

Kontextbezogene Empfehlungen beschleunigen die Einstufung, verbessern die Klassifizierungsgenauigkeit und führen zu konsistenten Lösungen.

 

Präventiver Betrieb

KI-Agenten analysieren frühe Risikosignale und erkennen potenzielle Ausfälle, bevor sie eskalieren. Probleme werden frühzeitig gelöst, Ausfallzeiten reduziert.

IT-Experten analysieren Produktivitätssteigerungen durch KI-gestütztes Application Management

Der Einsatz von KI im Application Management führt zu messbaren Verbesserungen. Voraussetzung dafür ist, dass KI nicht als Tool gesehen, sondern in das Betriebsmodell integriert wird.

  • Höhere Produktivität
  • Weniger Eskalationen, bessere Erstlösungsquote (FCR) und kürzere mittlere Reparaturzeit (MTTR)
  • Verringerte Abhängigkeit von kritischen Expertenrollen
  • Schnellere Einarbeitung neuer Mitarbeitender

Unser KI-gestütztes AMS-Modell (AI AMS) umfasst 10 Komponenten. Es integriert künstliche Intelligenz in alle Service-Ebenen und schafft ein Gleichgewicht zwischen KI-Autonomie und menschlicher Aufsicht, um Effizienz und Kontrolle zu gewährleisten.

Illustration zu KI-gestütztem Application Management mit Automatisierung, Monitoring und Mensch-KI-Zusammenarbeit
Business Alignment

Das Application Management ist konsequent auf die Unternehmensziele abgestimmt. Statt Tickets abzuarbeiten, fokussiert sich AI AMS auf die Probleme, die für das Unternehmen am wichtigsten sind.

Service-Governance und -Management

Dashboards, Risikomodelle und Service-Health-Analysen machen Leistung und Automatisierungseffekte jederzeit sichtbar. Reviews stellen sicher, dass alle internen und regulatorischen Anforderungen eingehalten werden.

Prozesse und Methoden

KI-Agenten übernehmen Aufgaben wie Kategorisierung, Ticket-Weiterleitung, Bewertung von Änderungen und Abruf von Wissen. Dadurch werden Engpässe behoben. Durchsatz und Effizienz steigen. Gleichzeitig behalten Menschen die Kontrolle und Entscheidungshoheit.

KI-Agenten und Agent Factory

Die Agent Factory erstellt, verwaltet und aktualisiert KI-Agenten. Dabei gibt es sowohl welche für Quick Wins als auch umfassende End-to-End-Agenten. Sie arbeiten ununterbrochen – 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. So ermöglichen eine lückenlose Service-Abdeckung, schnellere Lösungszyklen und eine höhere Ausfallsicherheit.

Neudefinition des Supports: L1.5, L2 und L3

In traditionellen ITIL-Modellen übernimmt die erste Supportebene die Einstufung und die Ticket-Erfassung, wobei die meisten Fälle direkt an L2 und L3 eskaliert werden. Unser KI-gestütztes AMS-Modell beinhaltet eine Neuverteilung der Aufgaben nach dem Shift-Left-Prinzip.

  • Die neue KI-gestützte Supportebene L1.5 fungiert als intelligenter Filter zwischen L1 und L2. Sie liefert schnelle Lösungen für häufig auftretende Probleme und verhindert dadurch Eskalationen.
  • Diagnosen, die zuvor L3 erreichten, werden mithilfe von KI bereits auf L2 durchgeführt. KI-Analysen ermitteln die wahrscheinlichen Ursachen für komplexe Probleme, verweisen auf frühere Lösungen und grenzen Lösungswege ein.
  • L3 bewältigt technische Herausforderungen und eingehende Ursachenanalysen, wobei KI die Ermittlung, Umsetzung und Validierung von Lösungen beschleunigt.
Arbeitsweise

Menschen und KI-Agenten arbeiten eng verzahnt in einem gemeinsamen Betriebsmodell. KI übernimmt repetitive Aufgaben und sorgt für Geschwindigkeit und Skalierung, während Menschen Steuerung, Kontrolle und strategische Entscheidungen verantworten. Unser globales Delivery-Modell ermöglicht zusätzliche Skalierung.

GenAI Automation Office

Das GenAI Automation Office koordiniert die Einführung und treibt Pilotprojekte voran. Mit der Stabilisierung des Betriebs entwickelt es sich zu einer Governance-Zentrale, deren Schwerpunkt auf Umschulung, Compliance und Ergebnisüberwachung liegt. Im Zielzustand sorgt es für langfristige Governance und kontinuierliche Verbesserungen.

Tools und Technologien

DigiOps übernimmt die technische Orchestrierung und verbindet KI-Agenten mit bestehenden ITSM-, DevOps- und Wissensplattformen. Mensch und KI arbeiten in Echtzeit zusammen. Gleichzeitig sind Sicherheits- und Compliance-Anforderungen fest in der Architektur verankert.

Menschen und Kompetenzen

Unsere globalen Expertenteams arbeiten nahtlos zusammen und treten nach außen als Einheit auf. Sie verbinden Fachwissen, technische Fähigkeiten und KI-Kompetenzen, um KI zu steuern, zu validieren und zu verbessern.

Finanzmanagement

Jede Automatisierungsinitiative ist mit messbaren Ergebnissen verknüpft. Für die Finanzierung gibt es drei Modelle: CGI-finanzierte Initiativen, kundenfinanzierte Projekte oder Gain-Share-Modelle, bei denen finanzielle Vorteile nach Realisierung geteilt werden.

 

Die umfassende Integration von KI in das Application Management erfordert eine strukturierte Roadmap. Jede Stufe wird von Meilensteinen, Risiko- und Erfolgskontrollen begleitet, um Transparenz und die Übereinstimmung mit den Business-Prioritäten sicherzustellen.

Die Roadmap sorgt für schnelle Produktivitätssteigerungen: schnellere Priorisierung, geringere Arbeitsbelastung für Fachpersonal und effizientere Problemlösung. Gleichzeitig fördert sie systemische Verbesserungen hinsichtlich Resilienz, Skalierbarkeit und Kostenoptimierung.

Fachteam plant die Einführung von KI-gestütztem Application Management

Phase 1: Konzeption & Transitionsplanung

Erfassen Sie den Status Quo und schaffen Sie die Voraussetzungen für eine erfolgreiche KI-Integration.

  • Ausgangswerte für Effizienz und Automatisierungsgrad festlegen
  • Repetitive manuelle Aufwände analysieren und Quick-wins bestimmen
  • Neue Rollen definieren (z. B. Prompt Engineers, Automation Specialists)
  • Kompetenzen analysieren, Change-Maßnahmen planen

Ergebnis: Die frühzeitige Beseitigung struktureller Lücken verringert das Risiko, dass die Einführung später ins Stocken gerät.

Digitales Dashboard unterstützt die Transition zu KI-gestütztem Application Management

Phase 2: Transition

Gehen Sie die ersten kontrollierten Schritte auf dem Weg zum KI-gestützten Application Management.

  • KI-Funktionen kontrolliert und zielgerichtet einführen
  • Teams durch virtuelle Assistenten und Service-Dashboards unterstützen
  • Playbooks zur automatisierten Problemlösung erstellen

Ergebnis: Erste Produktivitätssteigerungen sind ein sichtbarer Erfolgsnachweis, der Vertrauen schafft und die Akzeptanz erhöht.

IT-Team überwacht den Betriebsmodus für KI-gestütztes Application Management

Phase 3: Initialer Betriebsmodus

Erleben Sie, wie die strukturierte Integration von KI das Application Management messbar verbessert.

  • AI Agent Factory einrichten: erst einfache, dann komplexere Agenten
  • KI in umfassende Arbeitsabläufe einbinden
  • „Human-in-the-Loop“-Prinzip sicherstellen
  • Governance zu einer OKR-basierten Steuerung weiterentwickeln

Ergebnis: Durch die breitere systematische Nutzung von KI sind deutliche Produktivitätssteigerungen zu erwarten.

Expertenteam steuert den Zielmodus für KI-gestütztes Application Management

Phase 4: Zielmodus

Profitieren Sie vollständig von dem Zusammenspiel von künstlicher Intelligenz und menschlicher Expertise.

  • Hybrides Betriebsmodell: KI-Agenten übernehmen vielfältige Aufgaben, Menschen steuern und validieren
  • Voll ausgereifte Governance, in die Lifecycle-Management, Retraining und Nachvollziehbarkeit fest integriert sind
  • Verknüpfung von Geschäftszielen und KPIs
  • Wissenssicherung und Know-how-Aufbau

Ergebnis: Es können sich zusätzliche Produktivitätssteigerungen erzielen lassen. Weitere Effekte können eine höhere Resilienz der Service Levels, eine höhere Innovationsgeschwindigkeit sowie eine gezielte Weiterentwicklung von Rollen sein.

Häufige Fragen zu KI-gestütztem Application Management

KI-gestütztes Application Management wirft häufig ähnliche Fragen auf. Hier finden Sie praxisnahe und kompakte Antworten. 

Was ist KI-gestütztes Application Management?

KI-gestütztes Application Management ist ein hybrides Modell, in dem Menschen und virtuelle Agenten zusammenarbeiten. Dadurch lassen sich Prozesse im Betrieb von Anwendungen automatisieren und verbessern. Dazu gehören z. B. Ticketbearbeitung, Ursachenanalyse, Wissensbereitstellung und das frühzeitige Erkennen von Störungen.

Welche Vorteile bietet AI im Application Management?

Der Einsatz von AI kann die Effizienz steigern, die Bearbeitungszeiten verkürzen und die Servicequalität verbessern. Gleichzeitig werden Teams entlastet, da wiederkehrende Aufgaben automatisiert und Entscheidungen datenbasiert unterstützt werden.

Wodurch unterscheidet sich der Ansatz von CGI im KI-gestützen Application Management?

CGI integriert KI systematisch in ein neues Betriebsmodell für Application Management. Zentrale Elemente sind u. a. eine AI Agent Factory zur Entwicklung und Steuerung von KI-Agenten sowie eine angepasste Supportstruktur mit einer zusätzlichen L1.5-Ebene, die Eskalationen reduziert und Standardanfragen effizient abfängt.

Gleichzeitig bleibt die Kontrolle durch das „Human-in-the-Loop“-Prinzip erhalten: KI unterstützt Entscheidungen und automatisiert Aufgaben, während Fachkräfte Ergebnisse validieren und steuern. Ergänzt wird der Ansatz durch eine schrittweise Einführung, klare KPIs und eine Governance-Struktur, die Transparenz und Nachvollziehbarkeit sicherstellt.

Wie funktioniert das „Human-in-the-Loop“-Prinzip?

Beim „Human-in-the-Loop“-Ansatz bleiben Menschen aktiv in Entscheidungsprozesse eingebunden. KI liefert Vorschläge oder automatisiert Aufgaben, während Fachkräfte Ergebnisse prüfen, validieren und bei Bedarf korrigieren.

Was bedeutet „L1.5“ im KI-gestützten Support-Modell?

L1.5 bezeichnet eine Supportebene zwischen First-Level- und Second-Level-Support. Sie nutzt KI, um Anfragen vorzuqualifizieren, Standardprobleme direkt zu lösen und Eskalationen zu reduzieren. Dadurch werden nachgelagerte Support-Level entlastet.

Wie wird der Erfolg von KI im Application Management gemessen?

Der Erfolg wird anhand definierter Kennzahlen bewertet, die auf die Geschäftsziele abgestimmt sind: z. B. Produktivität, Bearbeitungszeiten, Erstlösungsquote, vermiedene Eskalationen oder Mean Time to Repair (MTTR).